04.06.2026 Klausbachtal und Hintersee, Berchtesgaden
Dieses Mal soll es eine ganz außergewöhnliche Tour sein – ich (Torsten) bin die nächsten 10 Tage alleine unterwegs. Claudia bekommt durch einen Jobwechsel leider kein frei mit mir parallel, so dass wir dieses Jahr ausnahmsweise zum Teil getrennt unterwegs sein werden. Trotzdem wollen wir ja unsere freie Zeit effektiv nutzen und schöne neue Ziele entdecken.
Lange stand für mich noch nicht 100% fest, in welche Richtung ich fahren werde. Abhängig mache ich das häufig vom Wetter, durch unser Wohnmobil ist ja höchste Flexibilität möglich. Nach den letzten schönen Sommerwochen wurde das Wetter jetzt pünktlich etwas unbeständiger. Am stabilsten schien mir noch das süd-östliche Alpenvorland rund um Berchtesgaden/Salzburg. So habe ich mich bereits gestern auf den Weg gemacht – sollte das Wetter kippen, hat man ja von hier aus ja immer noch verschiedene Optionen.
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So erreichte ich bereits am frühen Vormittag Berchtesgaden und durch das heutige Traumwetter bin ich direkt zum Wanderparkplatz Hirschbichelstraße am Hintersee gefahren. Von hier aus startet meine erste größere Wanderung durch das Klausbachtal.
Von hier aus startete ich direkt hinein ins Klausbachtal mit dem Ziel der rund 6,5 Kilometer und 370 Meter höher gelegenen Bindalm. Durch den Feiertag bedingt waren alle Parkplätze natürlich übervoll und alle nutzen das Kaiserwetter aus. Die Menschenmengen sollten sich aber nach und nach reduzieren (viele waren eh nur am See unterwegs).
Vom Parkplatz aus geht es erstmal noch relativ flach ins Tal hinein und man läuft durch Mischwald, geprägt von Bergahorn, Kastanien und Fichten. Nach rund einem Kilometer erreicht man dann das erste Ziel der Tour: den Adlerbeobachtungsplatz. Von hier aus kann man sehr gut die über den Bergen kreisenden Steinadler beobachten – gesehen habe ich leider keine (wahrscheinlich bedingt durch die heutigen Menschenmengen, die unterwegs waren).
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Ab hier geht es jetzt kontinuierlich bergan und viele drehen bereits zum Parkplatz um. Der Wanderweg bleibt aber breit und gut und man folgt rund 45 Minuten dem Bergbach bis man eine kleine Herausforderung erreicht: die Klausbachtaler-Hängebrücke.
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Sie ist rund 55 Meter lang und überspannt den hier rauschenden Klausbach. Klassischerweise federn und wackeln Hängebrücken immer, so dass es für den ein oder anderen eine kleine Herausforderung sein mag.
Von hier aus hat man auch einen perfekten Blick auf die so genannten Ramsauer Dolomiten mit ihren imposanten Felsspitzen. Sie tragen den Namen nicht umsonst – erinnern sie doch sehr stark an die Felsmassive in den italienischen Dolomiten.
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Spätestens hier drehen jetzt die meisten Wanderer (oder eher Besucher) ab, wird der Weg in dem nun folgenden Waldabschnitt immer steiler, nicht umsonst heißt er auch Klammsteg. Rechter Hand hat man immer das rauschende Wasser des Klausbachs unter sich. Nichts desto trotz ist der Weg gut machbar, sogar für Familien stellt er kein wirkliches Problem dar.
So wandert man durch das Waldgebiet stetig bergauf. Oftmals sieht man kleine oder etwas größere Wasserfälle, die ins Tal hinab rauschen.
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Dieses Wegstück dauert rund 40 Minuten bevor sich der Wald öffnet und man die weiten Wiesen und Almflächen erreicht. Diese gehören bereits alle zur Bindalm, welche man nach einem letzten steilen Anstieg dann auch erreicht.
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Die Bindalm liegt auf rund 1.110 Metern Höhe und ist während der Sommersaison bewirtschaftet. Zu dieser Jahreszeit leben die Besitzer komplett hier oben. Die Almgebäude sind noch richtig historisch, teilweise über 200 Jahre alt. Dementsprechend idyllisch ist es hier oben, selbst die Einrichtung der Alm passt dazu – bis hin zum Plumpsklo.
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Wie es sich für eine Alm gehört, kann man hier natürlich als Wanderer einkehren, was auch gut genutzt wurde. Hier wird einem auch noch die klassische Brotzeit mit Käse oder Speck serviert. Wer es lieber süß mag, bekommt einen selbstgebackenen Kuchen (heute Gugelhupf mit Eierlikör). Als Heißgetränk bekommt man Kaffee mit einer Karaffe frischer Kuhmilch oder ein klassisches Kaltgetränk.
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Nach einer kleinen Pause mit entsprechender Stärkung führte mich der gleiche Weg dann wieder bergab zum Ausgangspunkt am Wanderparkplatz.
Hier bin ich aber direkt weitergelaufen, erreicht man nach rund 20 Minuten doch den Hintersee – er gehört zu den schönsten Bergseen Deutschlands (und das definitiv zu Recht). Ich habe selten so türkisblaues Wasser gesehen.
Der ganze See ist eingerahmt von Wiesen und Wäldern und natürlich der wunderschönen Bergkulisse der Berchtesgadener Alpen. Ein schöner Wanderweg führt mich in einer guten Stunde rund um den See. Von jeder Seite aus hat man wieder ein völlig neues und immer neu beeindruckendes Panorama.
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Als ich am Wohnmobil zurück war, lag eine Wanderung mit rund 18,5 Kilometern und einer Zeit von 5 Stunden hinter mir. Das war direkt ein ordentlicher Auftakt meines Roadtrips.
Jetzt brauchte ich noch einen Stellplatz für die Nacht. Am Hintersee ist dies für Wohnmobilisten komplett verboten, aber ich wusste über meine App, dass in 15 Kilometern Entfernung direkt am Königssee ein Wohnmobilstellplatz ist. Als ich dort ankam, wurde auch zum Glück ein Platz frei. Direkt am durch einen kleinen Wasserfall rauschenden Bergbach war mein Stellplatz gelegen – mal sehen, wie oft das Rauschen mich auf die Toilette treibt.
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Da es nur 500 Meter bis zum Königssee sind, habe ich noch einen kleinen Abendspaziergang durch die Fußgängerzone bis hinunter zum See gemacht. Von hier aus starten ja die Bootstouren über den Königssee. Ich habe noch ein wenig die Abendsonne am Seeufer genossen, die Füße ins kalte Wasser gehalten und den Tag ausklingen lassen.
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Mal sehen, wie das Wetter morgen ist und welche Aktivität ich dann starte.