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  >  Europa   >  Österreich   >  12.06.2026 Donau Wien – Passau

Heute sollte mich der Weg von Wien in Richtung Deutschland immer entlang der Donau bis nach Passau führen. Die Strecke ist ja auch ein beliebter Radwanderweg, viele Urlauber erkunden die Donau auch in mehreren Tagesetappen mit dem Fahrrad.

 

Ich wollte auch möglichst immer entlang der Donau mit unserem Wohnmobil fahren. Bis auf einige kleine Passagen (z.B. an Großstädten) hat dies auch gut geklappt.

 

Sobald ich Wien über die Autobahn verlassen habe, bin ich ab Tulln direkt ans Donauufer gewechselt und von dort aus entlang des Flusses gefahren. Relativ schnell wird die Landschaft wieder etwas hügeliger und man erreicht die Wachau.

 

 

Die Wachau wird gebildet durch das Flusstal der Donau und die umliegenden niedrigen Berge, vielfach wegen des milden Klimas als Weinberge genutzt. Auch wenn die Tourismus-Infrastruktur hier nicht besonders ausgeprägt ist, wird die Wachau immer beliebter.

 

Für mich geht es entlang der bekanntesten Orte und Städte in der Wachau:

 

Dürnstein

Dürnstein gehört wohl zu den bekanntesten und schönsten Orten der Wachau mit seiner blauen Stiftskirche und der oberhalb gelegenen Burgruine. Da wir Dürnstein bereits 2018 im Rahmen einer Donaukreuzfahrt besucht haben, habe ich die Stadt dieses Mal ausgelassen.

 

Weißenkirchen

Nur wenige Kilometer hinter Dürnstein liegt die 1.400 Einwohner zählende Kleinstadt Weißenkirchen. Zusammen mit den umliegenden Winzerdörfern Joching, Wösendorf und St. Michael bildet Weißenkirchen die größte Weinbaugemeinde in der Wachau.

 

 

Weißenkirchen hat sich aber seinen natürlichen Charme bewahrt, der ruhige und idyllische Ort ist geprägt von schmalen Gassen, Fachwerkhäusern, einer schönen Kirche und halt den umliegenden Weinbergen.

 

 

 

 

 

Da ich mit dem Wohnmobil auf der anderen Seite der Donau unterwegs war, musste ich zuerst die Donau mit einer kleinen alten Holzfähre überqueren. Während der gut 5minütigen Überfahrt hat man einen sehr schönen Blick auf die umliegende Donaulandschaft und auf Weißenkirchen von der Fluss-Seite aus.

 

 

Weißenkirchen war sogar ein aus meiner Sicht extrem verschlafenes Örtchen, es war nicht viel los, man sah nur wenige Menschen und es gab um die Mittagszeit keine Einkehrmöglichkeit.

 

Dementsprechend bin ich dann relativ schnell weitergefahren zum wohl bekanntesten Ort in der Wachau:

 

 

Melk

Melk ist weltweit bekannt durch das oberhalb der Stadt thronende Stift Melk. Durch seine enorme Größe und den gelben Anstrich ist es schon von weitem sichtbar – selbst von der einige Kilometer entfernten Autobahn kann man es sehr gut erkennen.

 

 

Wir waren auch hier bereits 2018 und haben das Kloster samt Klosterkirche von innen besichtigt. Dementsprechend habe ich zwar einen Stopp hier gemacht, das Kloster aber nur von außen und den ersten frei zugänglichen Innenhöfen mitgenommen.

 

 

Die heutige Abtei Stift Melk geht auf die Anfänge des 18. Jahrhunderts als Benediktiner-Kloster zurück, aber bereits seit 900 Jahren gab es hier ein Kloster. Ebenso beheimatet das imposante Barockgebäude das älteste Gymnasium Österreichs. Die enorme Größe des Klosters wird einem bewusst, wenn man in Betracht zieht, dass alleine der Hauptflügel eine Gesamtlänge von 320 Metern aufweist.

 

Nach einem kurzen Besuch der imposanten Klosteranlage habe ich mich noch etwas in dem kleinen Städtchen Melk aufgehalten.

 

Das 5.700 Einwohner zählende Melk liegt am rechten Donauufer in Fließrichtung und wird gerne als das Tor zur Wachau bezeichnet. Von der Donau aus stadteinwärts läuft man zwangsläufig durch die Fußgängerzone und das historische Zentrum. Diesen Weg muss man auch entlang gehen, wenn man zum Stift Melk hinauf möchte.

 

 

Dementsprechend touristisch ist das Ortszentrum auch. Die vielen schönen historischen Gebäude beheimaten zahlreiche Cafés, Restaurants und Souvenirshops. Aber trotz der zahlreichen Touristen (viele kommen mit den Flusskreuzfahrtschiffen) ist Melk ein ruhiger und beschaulicher Ort geblieben, es hat sich zum Glück seinen Charme bewahrt.

 

Nach einer kleinen Pause und Einkehr ging es dann für mich weiter entlang der Donau. Leider wurde jetzt das Wetter immer schlechter, umso weiter man Richtung Alpen kam.

 

Bevor es nach Passau ging, wollte ich noch der bekannten Schlögener Schlinge einen Besuch abstatten.

 

Die Schlögener Schlinge ist ein Teil der Donau im oberen Donautal in Oberösterreich. Sie ist das Durchbruchstal vom Böhmischen Massiv in Richtung Österreich. In einer ersten Kurve (Schlinge) macht die Donau eine 180 Grad-Wende nach links bevor direkt im Anschluss wieder eine 180-Grad kehre in die umgekehrte Richtung erfolgt. Danach folgen noch mehrere nicht so extrem enge Kurven.

 

Ich habe extra an einem Wanderparkplatz oberhalb der Donau gehalten, um von dort aus zum Aussichtspunkt über der Schlögener Schlinge zu laufen. Auch wenn das Wetter alles andere als schön war, es regnete recht stark mittlerweile, habe ich mich auf den Weg durch den Wald bergauf gemacht.

 

 

Trotz des nassen und teils nebeligen Wetters hatte man einen sehr guten Blick auf die Kehren, die die Donau hier macht. Besonders spannend ist es den über 100 Meter langen Flusskreuzfahrtschiffen zuzuschauen, wie sie ganz langsam durch die Kurven navigieren um nicht vom Kurs abzukommen und ans Ufer getrieben zu werden.

 

 

Ich fand den Stopp trotz des Wetters sehr schön und beieindruckend – oder gerade wegen dem Wetter, so hatte alles einen etwas mystischen Charakter.

 

Von hier aus ging es noch rund 20 Kilometer bis Passau, wo ich direkt am Donauufer einen ruhigen Stellplatz für die Nacht gefunden habe.