13.06.2026 Nürnberg
Der letzte Tag meines 10tägigen Roadtrips ist gekommen und somit stand die Heimreise von Passau an den Niederrhein auf dem Programm. Da aber wieder extrem schönes Wetter mit Sonnenschein und 27 Grad war, habe ich mich entschieden, noch einen Zwischenstopp in Nürnberg einzulegen.
Nürnberg ist mit über 500.000 Einwohnern nach München die zweitgrößte Stadt Bayerns und die größte Stadt in Franken. Nürnberg wurde erstmals im Jahre 1050 erwähnt und im 13. Jahrhundert war ihre bedeutende Zeit als Kreisstadt im Heiligen Römischen Reich. Die Altstadt Nürnbergs galt bereits von dem Zweiten Weltkrieg als eine der bedeutendsten Altstädte innerhalb Europas. Nach der extremen Zerstörung während des Zweiten Weltkrieges wurde die Altstadt innerhalb der Stadtmauern wieder originalgetreu aufgebaut wohingegen die Stadt außerhalb der Stadtmauern eher sehr einfach und urban wieder erbaut wurde.
Nachdem ich um die Mittagszeit einen zentrumsnahen Parkplatz für Wohnmobile gefunden hatte, habe ich mich auf dem Weg in die Stadt gemacht. Als erstes kommt man unweigerlich an der historischen Stadtmauer Nürnbergs aus. Dies umschließt die Altstadt heute noch vollständig.
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Nur durch die alten Stadttore gelangt man in das eigentliche Zentrum der Stadt. Hier sind die Straßen auch überwiegend im klassischen Stil mit Kopfsteinpflaster belegt und die Fassaden der Häuser sind originalgetreu rekonstruiert und wiederaufgebaut worden.
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Das Stadtbild insgesamt ist sehr stark geprägt von vielen Kirchen und historischen Wehrtürmen – diese findet man fast an jeder Ecke.
Mitten durch Nürnberg fließt die Pegnitz. Der Fluss hat hier viele kleine Inseln, so dass zahlreiche alte Bogenbrücken die einzelnen Ufer miteinander verbinden. Dadurch, dass viele Häuser, Straßen und Plätze am Wasser liegen, verleiht dies der Stadt einen sehr urigen und gemütlichen Charakter mit viel Flair.
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Auf der Nordseite der Pegnitz erreicht man schnell die Frauenkirche mit dem davor gelegenen Hauptmarkt und dem „Schönen Brunnen“. Der Platz ist international bekannt, da hier alljährlich der Nürnberger Christkindlmarkt stattfindet. Vom Balkon der Frauenkirche proklamiert das Christkind jedes Jahr feierlich die Eröffnung des Marktes.
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Ab hier geht es in der Fußgängerzone kontinuierlich leicht bergan und man kommt zum Wahrzeichen der Stadt, der Kaiserburg Nürnberg
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Die Kaiserburg thront über der Stadt Nürnberg und ist von überall aus gut sichtbar. Gleichzeitig ist sie auch im Wappen der Stadt zu finden. Die Ursprünge der Burg gehen bis ins 11. Jahrhundert zurück, hauptsächlich erbaut wurde sie aber im 13. Jahrhundert. Dadurch, dass es eine so genannte Doppelburg (Kaiserburg und Burggrafenburg) ist, wurde sie in verschiedenen Baustilen erbaut, welche man sehr gut erkennen kann.
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Ursprünglich war die Burg dem Hochadel vorbehalten, Anfang des letzten Jahrhunderts tagte hier zeitweise die NSDAP bevor sie im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde. Nach dem Krieg erfolgte dann der originalgetreue Wiederaufbau.
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Heutzutage gehört die Kaiserburg zu den Bayrischen Schlössern und dient hauptsächlich touristischen Zwecken, die Burggrafenburg beheimatet die Jugendherberge der Stadt.
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Man kann einen sehr schönen Rundgang durch bzw. um das Burggelände machen. Von außen hat man gen Norden eine Übersicht über die mächtigen Wallanlagen, wohingegen man gen Süden über das Burgtor hinweg eine tolle Aussicht über die gesamte Stadt Nürnberg hat. Die Burg mutet noch wie eine richtige Ritterburg an wie man sie aus Filmen kennt – mir hat das sehr gut gefallen.
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Der wohl bekannteste Bewohner der Stadt war der von 1471 – 1528 lebende deutsche Maler Albrecht Dürer. Er verbrachte die ungefähr letzten 20 Jahre seines Lebens in Nürnberg, das große Fachwerkhaus wurde nicht zerstört und steht in der nach ihm benannten Straße direkt an einem der schönsten Plätze der Stadt, dem Tiergärtnertorplatz.
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Nach ein paar traditionellen Nürnberger Würstchen musste ich mich aber so langsam aber sicher auf den Weg für die letzten rund 470 Kilometer machen. Es ging hinein in dem heute wunderschönen Sonnenuntergang in Richtung Heimat.
Ich habe persönlich ein absolut positives Fazit zu Nürnberg: man hat die Stadt gar nicht so sehr auf dem Radar, aber sie hat für mich eine der schönsten Altstädte Deutschlands und bestimmt durch ein ganz eigens Flair, welches sehr historisch an die Ritterzeit anmutet. Hier kommen wir gerne noch einmal gemeinsam hin zurück – jetzt freue ich mich darauf, meine Frau wiederzusehen und die nächsten Touren gemeinsam zu erleben.