09.06.2026 St. Wolfgang am Wolfgangsee
In der Nacht hat es dann im Berchtesgaden mit einem Gewitter angefangen zu regnen und so war die Entscheidung klar, dass ich weiterfahren werde. Aber es waren sehr schöne Tage hier im Berchtesgadener Land.
Zuerst war der Plan, weiter in Richtung Wien zu fahren, allerdings waren die Wetteraussichten für dort auch nicht so gut und dafür 320 Kilometer zu fahren, war mir dann doch zu weit. So bin ich erstmal in Richtung Österreich gefahren und im Salzkammergut schien das Wetter deutlich besser zu sein und so bin ich spontan von der Autobahn abgefahren und in die Seenregion zum Wolfgangsee.
Der Wolfangsee (früher Abersee) gehört zu den österreichischen Alpenrandseen gemeinsam mit dem Mondsee, Attersee, Fuschlsee und Irrsee. Der Wolfgangsee ist mit einer Ausbreitung von 10 Kilometern Länge und bis zu zwei Kilometern Breite der größte See der Seeplatte. Er wurde seinerzeit nach dem Namen des Wallfahrtsortes St. Wolfgang umbenannt. Er gehört zum Salzkammergut, mitten durch den See verläuft die Grenze zwischen den Bundesländern Salzburg und Oberösterreich.
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Mein Ziel für den heutigen Stellplatz sollte das bekannte und namensgebende St. Wolfgang sein. Die knapp 3.000 Einwohner zählende Gemeinde liegt Mittag am Nordufer und ist nur über Strobl aus zu erreichen.
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St. Wolfgang verdient seinen Namen dem Heiligen Wolfgang, der um 976 in einem Kloster am Mondsee Zuflucht suchte. Im Jahr 1183 wurde der Kirchenbau St. Wolfgang von Papst Lucius III. bestätigt und so entstand der erste Bau der Wallfahrtskirche. Ab dem Jahr 1314 errichtete man ein großes Pilger-Gotteshaus, welches im Laufe der Jahrhunderte immer vergrößert und prunkvoller ausgebaut wurde. Heute steht es im Zentrum des Dorfes.
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Touristisch wurde die Region bekannt als das nahegelegene Bad Ischl von 1829 bis 1916 zur Kaiserresidenz wurde. Der See übte eine immer größere Anziehungskraft für Gäste aus, schon damals gab es die Seeschifffahrt und die Schafbergbahn.
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Den größten Aufschwung erlebte der Ort natürlich 1930 als in Berlin das Lustspiel „Im weißen Rössl am Wolfgangsee“ uraufgeführt wurde. 1960 wurde das Lustspiel dann mit Peter Alexander verfilmt. Natürlich steht das Hotel heute noch direkt gegenüber der Wallfahrtskirche und direkt dahinter gelegen das Restaurant mit der berühmten Seeterrasse. Wer möchte, kann hier seinen Kaffee trinken gehen und in Nostalgie schwelgen.
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Ich habe dies gegenüber in einer Kaffeerösterei mit Blick auf das berühmte Hotel gemacht.
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Rund um Hotel und Wallfahrtskirche befindet sich die kleine, aber sehr schicke Fußgängerzone mit ihren alpenländisch verzierten und bemalten Gebäuden. Zahlreiche Geschäfte und Restaurants reihen sich hier aneinander. Heute war wetterbedingt nicht ganz so viel los, aber im Juli/August sollen sich die Menschenmassen durch die schmalen Gassen schieben.
So habe ich den Tag mit Spaziergängen am See, durch das gemütliche Dorf und mit der Einkehr im Café verbracht. Abends habe ich noch einen kleinen Spaziergang am Seeufer gemacht und hoffe für morgen auf besseres Wetter.
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