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  >  Europa   >  Deutschland   >  13.09.2026 – Hochgrat, Oberstaufen

Nach einem schönen gemeinsamen Frühstück bei unserer Tochter wollten wir gemeinsam die erste kleine Wanderung unternehmen. Aus diesem Grunde ging es erstmal rund 40 Minuten mit dem Auto nach Oberstaufen. Dort stand der Hausberg Oberstaufens, der Hochgrat, auf dem Programm. Allerdings muss man noch rund 10 Minuten mit dem Auto durch die Berge fahren bis man zur Talstation der Hochgratbahn gelangt.

 

 

Die Hochgratbahn ist eine Umlaufbahn und überwindet in rund 15 Minuten Fahrzeit einen Höhenunterschied von 900 Metern. Es handelt sich um sehr kleine Gondeln für maximal 4 Personen (aber besser man nutzt diese nur zu zweit). Da die Gondeln schon sehr alt wirken, haben wir nachgefragt und die Auskunft bekommen, dass diese schon rund 50 Jahre alt sind – aber die Qualität des Materials besser sei als was man heute verbaut.

 

 

Während der Fahrt hat man eine tolle Aussicht über die umliegende Bergwelt und durch schöne Täler.

 

Der Hochgrat selbst ist mit einer Höhe von 1.834 Metern der höchste Berg im Westallgäu. Die Bergstation liegt auf 1.708 Metern Höhe und von hier aus kann man noch die restlichen Höhenmeter bis zum Gipfel erwandern oder ausgiebig in der alpinen Landschaft wandern.

 

 

 

Von hier oben hat man einen perfekten Blick über den gesamten Hochalpenkamm. Die Sicht reicht vom Bodensee, über Vorarlberg und die Kleinwalsertaler Berge, dem Oberstdorfer Nebelhorn bis hin zur Zugspitze. Hier oben könnte man einfach nur sitzen und die atemberaubende Aussicht genießen.

 

 

Da wir ja unsere Mutter nebst Lebensgefährten dabeihatten, mussten wir natürlich etwas Rücksicht auf das hohe Alter nehmen und sind dementsprechend wenig gewandert. Es führte uns ein wenig bergab zum Staufner Haus. Der Weg war zeitweise doch sehr steil und schotterig, so dass man sehr aufpassen musste. Wir waren begeistert, wie gut dies vom älteren Semester sowohl bergab als auch zurück bergan gemeistert wurde.

 

 

Das Staufner Haus liegt auf einer Höhe von 1.600 Metern und wurde 1908 nach einjähriger Bauzeit fertiggestellt. Das Bauholz für die Hütte stammte komplett aus den umliegenden Wäldern und wurde direkt am Hochgrat zugesägt. Zunächst war die Hütte nur zu Fuß oder mit Maultieren erreichbar, 1935 baute der Besitzer eine Materialseilbahn und 1939 eine Wasserturbine zur Stromerzeugung. Nach dem Bau der Hochgratbahn 1971 wurde auch die Hütte in den 70er Jahren mit Telefon und sanitären Anlagen ausgestattet.

 

 

Heute kann man in der Hütte einkehren, sie bittet sowohl Innen- als auch Außengastronomie. Hier geht es noch richtig rustikal zu und es werden typische Brotzeiten mit Speck und Käse oder Kaiserschmarrn gereicht. Auch wir sind natürlich zur Jause eingekehrt.

 

Außerdem bietet die Hütte für Wanderer Übernachtungsmöglichkeiten on 2-Bett-Zimmern, über Mehrbettzimmern bis hin zu Lagerplätzen für bis zu 16 Personen. Das Mitbringen eines eigenen Hüttenschlafsacks ist obligatorisch.

 

 

Auf dem gleichen Weg ging es zurück zur Bergstation der Hochgratbahn und dann wieder mit der Bahn zur Talstation.

 

Für das Abendessen hatten wir uns einen Tisch in einem Hüttenrestaurant in Jungholz, Österreich reserviert. Dieses Lokal ist nur rund 8 Minuten Fahrzeit von unserer Unterkunft in Wertach entfernt und wir schätzen die hervorragende Gastronomie mit sehr lecker zubereiteten Speisen und bestem Service bereits seit Jahren sehr.

 

 

Ein perfekter Tag mit Traumwetter geht zu Ende und wir freuen uns auf weitere schöne Touren in der kommenden Woche, es ist weiterhin perfektes Herbstwetter vorhergesagt.