18.09.2026 Isny im Allgäu
Heute Nachmittag sind wir dann von Wertach aus nach Isny im Allgäu gefahren, um unsere Tochter und ihren Freund in der neuen Heimat zu besuchen. Auch für die Oma natürlich ein Highlight zu sehen, wo die Enkeltochter jetzt lebt.
Isny im Allgäu ist ein Kurort im württembergischen Allgäu direkt an der Grenze zu Bayern. Isny liegt auf rund 700 Metern Höhe im Gebirgszug Adelegg mit einer Gesamthöhe von etwas mehr als 1.100 Höhenmetern. Durch seine Lage weist Isny ein sehr besonderes Klima auf: einerseits gilt Isny mit 320 Sonnentagen im Jahr als einer der sonnenreichsten Orte Deutschlands, parallel dazu gibt es aber durch die Hanglage bedingt immer kurzen und heftigen Steigungsregen, was dazu führt, dass Isny gleichzeitig zu den 2% regenreichsten Gebieten der Bundesrepublik gehört.
Die Ursprünge Isnys gehen auf die Römerzeit im 3. Jahrhundert nach Christus zurück, da der Ort an der römischen Verbindungsstraße zwischen Bregenz und Kempten lag. Dementsprechend befand sich hier ein spätrömisches Kastell. Isny als Stadt wurde urkundlich erstmalig 1046 mit der Gründung des Klosters St. Georg erwähnt.
Heute ist Isny wie gesagt ein Kurort mit einem historischen Stadtzentrum innerhalb der Stadtmauer, die schön angelegte Fußgängerzone mit ihren Geschäften und Lokalitäten lädt zum Verweilen ein. Gemeinsam mit unserer Tochter haben wir einen ausführlichen Stadtrundgang mit den entsprechenden Sehenswürdigkeiten gemacht:
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Angefangen haben wir außerhalb der Stadtmauern an der ehemaligen „Unteren Mühle“, von wo aus man direkt in den schön angelegten Kurpark mit Springbrunnen und Kneippbecken gelangt. Vom Kurpark aus hat man einen schönen Blick auf die historische Stadtmauer (welche man teilweise noch begehen kann) und das dahinterliegende Stadtzentrum.
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Von hier aus gelangt man durch das Wassertor in das Ortszentrum. Das Wassertor steht unter besonderem Denkmalschutz, wurde es bereits im 14. Jahrhundert als nördlicher Haupteingang der damaligen Befestigungsanlage erbaut.
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Hier beginnt dann auch direkt die schön angelegte Fußgängerzone und man gelangt geradeauslaufend direkt ins Zentrum.
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In der Mitte der Altstadt befindet sich zentral gelegen der Marktplatz. Hier steht auch das historische Rathaus der Stadt, welches mit seinem Efeufassaden und Laubengängen zu den schönsten Gebäuden der Stadt gehört.
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Direkt gegenüber befindet sich der Blaserturm mit dem angrenzenden Tuchgebäude. Der Blaserturm diente in der Vergangenheit als Wachturm und war rund um die Uhr besetzt. Von hier oben konnte man die Stadt vor möglichen Feuern als auch vor Feinden überblicken. Im Notfall wurden die Bewohner mit einem Blashorn gewarnt – daher der Name Blaserturm.
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Weiter ging es für uns entlang der Innenseite der Stadtmauer zum Diebsturm. Der Diebsturm hat seinen Namen daher, dass er seinerzeit zwei Gefängnisse beheimatete. Der Turm fällt besonders dadurch auf, dass er als einziges Gebäude aus Kalktuffsteinen erbaut wurde und direkt in der Stadtmauer integriert ist.
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An der Westseite des Diebsturmes schließt sich das langgezogene Gebäude der Appretur an. Hier wurden früher Leinwände ausgerüstet, an der oberen Etage erkennt man noch die Holzbalken, an welchen die Leinwände zum Trocknen aufgehangen wurden.
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Am Ende des Grabenweihers gelangt man dann zur katholischen Pfarrkirche St. Maria, welche außerhalb der Stadtmauern liegt, da Isny ursprünglich protestantischen Ursprungs ist.
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Durch den Schlosspark gelangt man dann zum Schloss Isny, der ehemaligen Benediktinerabtei St. Georg. Ab dem 19. Jahrhundert diente die Anlage dann als gräfliches Schloss, nach dem zweiten Weltkrieg bis 1998 dann als Pflegeheim. Seit 1998 gehört das Gebäude der Kunst- und Kulturstiftung und beheimatet heutzutage die städtische Galerie.
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Unmittelbar neben dem Schloss und wieder am Wassertor liegt die Nikolaikirche St. Nikolaus aus dem 13. Jahrhundert. Die Kirche wurde nach einem Brand im Jahre 1631 wieder groß aufgebaut. Für Kunsthistoriker ist die Kirche von großer Bedeutung, da sie eine original erhaltene Predigerbücherei besitzt mit zahlreichen Handschriften, Wiegendrucken, Altdrucken und Reformationsdrucken.
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Zum Tagesabschluss sind wir dann noch auf den begehbaren Teil der Stadtmauer gestiegen. Von hier aus hat man nochmal einen schönen Blick in Richtung Innenstadt und durch die ehemaligen Schießscharten in Richtung Kurpark.
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Wir finden Isny im Allgäu eine sehr schöne und charmante Kleinstadt, die durch ihren historischen Stadtkern einen besonderen Charakter hat.
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Abends waren wir dann noch bei unserer Tochter zum Abendessen und nach der Viehscheid und den Besuch in Isny geht ein ereignisreicher Tag zu Ende.