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  >  Europa   >  Deutschland   >  04.10.2026 Struffeltroute, Roetgen

Für den Sonntag hatten wir uns dann schon im Vorfeld eine Rundwanderung ausgesucht. Dieser liegt allerdings auf deutscher Seite im Hohen Venn direkt bei der Stadt Roetgen. So sind wir nach dem Frühstück kurz die 20 Kilometer gefahren und haben am Wanderparkplatz am Wasserwerk in Roetgen geparkt.

 

Die Struffeltroute ist ein rund 10,5 Kilometer langer Rundweg. Seinen Namen hat der Rundweg vom 450 Meter hohen Struffeltkopf, der markanten Erhebung auf dieser Wanderung. Die Wanderung führt durch charakteristische Landschaften, die geprägt von Wäldern, Wiesen, Hochmooren und Heideflächen sind.

 

 

Kurz nach dem Start der Wanderung kommt man bereits an einer „Sehenswürdigkeit“ vorbei: kurz vor dem Ortseingang nach Roetgen findet man noch die alten Panzersperren aus dem zweiten Weltkrieg. Dies sind große Felsquader, die wie ein dreieckiger Gipfel aus dem Boden ragen. Dies wurden in mehreren Reihen versetzt angeordnet, so dass die Panzer hier nicht drüber kamen und an den Felsquadern hängen blieben. Diese ehemaligen Panzersperren findet man immer wieder in der deutsch-belgischen Grenzregion als Überbleibsel des Weltkrieges.

 

 

Danach läuft man ein Stück durch Roetgen vorbei an hübschen Eifelhäusern bevor es linker Hand stetig bergauf durch den Wald führt. Am Wildgehege haben wir leider keine Wildtiere entdeckt, lediglich ein sehr schönes Insektenhotel.

 

 

Weiter bergauf läuft man dann an einer Wasserstauanlage vorbei und kommt dann auf einer Anhöhe mit Wiesen- und Weidelandschaft. Bei einer kleinen Rast konnten wir einen seltenen Zeppelin beobachten, mit dem man Rundflüge über das Hohe Venn machen kann.

 

 

 

Weiter über einen Höhenweg geht es dann in Richtung der Dreilägertalsperre. Typisch für den Herbst haben wir sehr viele schöne Pilze gesehen (aber bitte nicht essen…).

 

 

Nach rund sieben Kilometern erreicht man den Dreilägerbach und das kleine Vorbecken der eigentlichen Talsperre.

 

 

Bevor es dann in Richtung der großen Talsperre geht, biegt man aber nochmal ab, um in Richtung Hochmoor zu kommen. Hier geht es dann weiter über Holzstege durch die hier typische Moor- und Heidelandschaft. Jetzt war natürlich alles schon recht herbstlich verblüht. Aber im Sommer kann man hier zahlreiche seltene Vögel und Insekten wie Libellen beobachten. Außerdem gedeihen hier seltene Pflanzen wie zum Beispiel das typische Pfeifenputzergras.

 

 

Nachdem man dann die Holzstege durch das Moor wieder verlassen hat, geht es langsam bergab in Richtung Staudamm der Dreilägertalsperre. Allerdings kommt man nicht komplett auf die doch recht imposante Staumauer rauf, sondern nur bis zu einem etwas oberhalb gelegenen Aussichtspunkt.

 

 

Die Dreilägertalsperre ist eine von zahlreichen Talsperren im Eifel-Hohen Venn-Gebiet. Sie umfasst mehr als 4 Millionen Kubikmeter Wasser und dient ausschließlich der Trinkwasserversorgung.

 

Von hier aus sind es nur noch wenige Meter bis zu unserem Ausgangspunkt am Wanderparkplatz, allerdings hat es dieses Stück in sich. Es geht quer durch den Wald immer steil bergab. Man muss sich mehr oder weniger seinen Weg selber suchen und immer wieder gucken, dass man trittsicher über Steine, Felsen und Wurzel runterkommt – so mancher Ast dient zum Festhalten.

 

Insgesamt war es eine schöne Wanderung mitten durch die Natur des Hohen Venns.

 

Wir hätten eigentlich gerne eine Wanderung gemacht, die deutlich mehr von den Hochmooren geprägt ist. Allerdings gab es ja bekanntermaßen diesen Sommer die schweren Waldbrände im Hohen Venn Grenzgebiet und zahlreiche Hochmoore sind den Flammen zum Opfer gefallen. Dementsprechend sind auch viele Wanderrouten gesperrt bis sich die Natur wieder erholt hat. Dies finden wir auch richtig und wichtig, dass die Regenerierung erstmal abgeschlossen sein muss – wir können hier immer noch mal hinkommen und weitere Wanderrouten im Hohen Venn entdecken.

 

 

So geht für uns ein schönes Herbstwochenende bei perfektem spätsommerlichen Wetter zu Ende und wir müssen nur noch 80 Kilometer bis nach Hause fahren. Aber in zwei Wochen steht ja schon der nächste 5-Tages-Trip mit unserem Wohnmobil „Fauli“ an.