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  >  Europa   >  Belgien   >  03.10.2026 Membach, Hohes Venn

Das sind die Vorteile eines Wohnmobils, man kann mal eben spontan ein freies Wochenende nutzen.

 

Bereits gestern sind wir in Richtung Eupen, Belgien gefahren, was nur rund 100 Kilometer von uns entfernt liegt. Genauer gesagt ist unser Ziel der kleine Vorort Membach. Hier waren wir bereits im vergangenen Winter einmal, allerdings ist uns das Wochenende komplett verregnet. Für das Feiertagswochenende ist aber Traumwetter gemeldet und so sind wir nochmal hierhingefahren.

 

Hier haben wir einen ganz besonderen Stellplatz ausfindig gemacht:
Es gibt in dem kleinen Ort Membach ein Getränkecenter „Drink Peiffer“ mit einem angeschlossenen Bistro-Pub. Das Besondere hier ist, dass es hier sowohl im Getränkeladen als auch in der Gastronomie mehr als 1.600 verschiedene Biersorten gibt. Parallel dazu gibt es neben den Gebäuden einen Wohnmobilstellplatz für bis zu 8 Fahrzeuge. Sehr schön ist, dass man für einen Teil der Stellplatzgebühr einen Gutschein bekommt, den man entweder im Getränkecenter oder im Bistro einlösen kann. Es lohnt sich auch, einfach mal so durch den Getränkemarkt zu gehen, es stehen hier nicht einfach nur die Kästen rum, sondern die schönen Flaschen stehen einzeln im Regal, meist mit dem passenden Glas dazu.

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Dementsprechend haben wir hier unseren Stellplatz für zwei Nächte gefunden.

 

Membach (und die Stadt Eupen) selbst liegen kurz hinter der Grenze in Belgien im Hohen Venn. Das Hohe Venn ist im Prinzip die Verlängerung der Eifel, einem Mittelgebirge in Westdeutschland. Die Landschaft des Hohen Venns ist geprägt von Hochmooren und Heidewiesen. Die Region lädt zum Wandern und Radwandern ein.

 

Für den heutigen Samstag wollten wir nur eine mittellange Wanderung rund um den Ort Membach machen. Dementsprechend sind wir nach dem Frühstück los und erstmal in Richtung Ortszentrum gelaufen.

 

Membach selbst ist ein kleines Örtchen mit nur 2.000 Einwohnern rund zwei Kilometer südlich vom belgischen Eupen. Entlang der Hauptstraße entdeckt man viele schöne Häuser, Fachwerkhäuser mit liebevoll angelegten Eingängen und Vorgärten. Dies ist sehr typisch für die diese ländliche Region und ihre Einwohner.

 

 

 

 

Durch Membach fließt ein sehr kleines Flüsschen, ein Seitenbach der Weser, welche durch Eupen fließt. Die Einwohner nennen dieses Rinnsal liebevoll „Le Bach“, was auch so auf den Brücken beschildert ist.

 

 

Im Ortszentrum findet man dann wichtige Gebäude wie die Schule, die Kirche und das Rathaus. Außerdem befindet sich hier ein Denkmal für die gefallenen Krieger im ersten und zweiten Weltkrieg.

 

 

Von hier aus ging es dann für uns Orts auswärts immer leicht den Berg hoch bis wir zu einer kleinen Kapelle gekommen sind, der Kapelle zur Heiligen Schmerzensmutter. Der Begriff stammt aus der Marienverehrung, wo die Mutter Jesu sehr oft schmerzvoll zum Himmel oder zum Kreuz hinaufblickend dargestellt wird.

 

 

Danach sind wir entlang der Grenzsteine 181 bis 179 gewandert. Diese historischen Grenzsteine markierten einst die Grenze zwischen den Königreichen Belgien und Preußen. Die Grenze verlief seinerzeit durch das Hohe Venn unweit der heutigen deutsch-belgischen Grenze.

 

 

Über Wiesen und Felder ging es für uns dann wieder in Richtung Membach. Wir waren erstaunt, wie sehr die Sonne im Oktober noch auf uns brannte und wie warm es war. Wir haben uns dann bei der Einkehr in unserem Bistro auf der Sonnenterrasse einen Platz im Schatten gesucht. Hier haben wir dann eine kurze Mittagspause gemacht bevor es noch eine kleine Runde in die andere Richtung ging.

 

 

Nur rund einen Kilometer von unserem Stellplatz entfernt fließt die Weser an Membach vorbei in Richtung Eupen. Achtung! Diese Weser hat nichts mit der Weser zu tun, die in Bremerhaven in die Nordsee mündet. Hier kann man entlang des Ufers und über verschiedenste Brücken wandern.

 

 

In unmittelbarer Nähe zum Fluss am Ortseingang zu Membach steht eine weitere kleine Kapelle St. Quirin der Perkiets.

 

 

Von hier aus ging es dann in einem Bogen wieder in Richtung zu unserem Wohnmobil. Hier haben wir auf den Feiertag in Deutschland erstmal mit einem Getränk angestoßen und den weiteren Tag genossen.

 

 

Zum Abendessen hatten wir uns einen Tisch im Bistro reserviert, um unseren Gutschein einzulösen. Zum Glück war das Wetter immer noch so schön und warm, dass wir draußen auf der Terrasse essen und den Sonnenuntergang genießen konnten. Im Innenbereich fand nämlich eine größere Feier statt und dementsprechend laut war es auch. Das Getränkecenter nebst Bistro ist auch grenzübergreifend bekannt, dient vielfach als Bikertreff und es werden auch regelmäßig Events vom Betreiber veranstaltet, zum Beispiel in zwei Wochen gibt es hier ein Oktoberfest. Die Besitzer verstehen es, immer wieder Menschen für ihre Location zu gewinnen und zu begeistern.