18.09.2026 Viehscheid Wertach
Heute stand in Wertach unserem Urlaubsort ein ganz besonderes Highlight auf dem Programm: die jährliche Viehscheid
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Viehscheid nennt man im Allgäu den Viehtrieb von den Bergweiden (Almen) hinab ins Tal zu Stallungen in den Bauerhöfen, wo die Tiere überwintern. Den meisten ist dies unter Almabtrieb geläufig, wie es vornehmlich in der Alpenregion genannt wird.
Die Viehscheid findet in der Regel zwischen Mitte September und Anfang Oktober statt, in Wertach traditionell jedes Jahr am 18. September.
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Im Brauchtum werden die Tiere kunstvoll geschmückt und mit Musikkapellen ins Tal begleitet, wenn der Almsommer für Menschen und Tiere ohne tödliche Unglücke verlaufen ist.
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Für die Bewohner der Alpenregionen ist dieser Tag immer ein ganz besonderer Tag, die Kinder haben schulfrei und auch die meisten Anwohner nehmen sich den Tag frei.
So auch in Wertach:
Wertach hat mit seinen nur 2.800 Einwohner eine der größten Viehscheids des gesamten Allgäus, man schätzt, dass jährlich rund 20.000 Besucher nach Wertach kommen.
Das Fest beginnt bereits am Vorabend mit einem Heimatabend im Festzelt.
Der Tag der Viehscheid selbst beginnt für die Bergbauern bereits mitten in der Nacht, meist laufen sie auf den Almen mit den Tieren gegen 4.00 Uhr in der Früh schon los.
Im Dorf beginnt der Tag traditionell um 8.00 Uhr morgens mit einer halben Stunde mit Alphornbläsern, die den Festtag eröffnen.
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Um rund 8.30 bis 9.00 werden dann die ersten Tiere erwartet. Je nach Entfernung der Alm zum Ort, treffen die Herden in einem ungefähren Halbstundentakt im Tal ein. Angekommen im Dorf, ziehen sie mit ihren Almbesitzern und Kuhhirten einmal durch die gesamte Hauptstraße bis zu den Festwiesen. Dort kommen Sie dann auf Grasweiden und werden später zu ihren Bauern in die Stallungen und Höfe gebracht.
Dabei sind sowohl die Hirten in ihrer traditionellen Tracht gekleidet als auch die Tiere mit schönen Blumenkränzen und Glocken geschmückt. Man hört das Geläut der ganzen Kuhglocken quer durch den Ort.
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Angeführt wird das ganze Event von einer bayrischen Blaskapelle, welche den Tieren voran entlang der Hauptstraße zieht. Entlang der Straßen stehen links und rechts die ganzen Menschenmassen in mehreren Reihen, um sich das Spektakel anzusehen. Man erkennt direkt, wer einheimisch ist und wer als Tourist zuschaut (die Einheimischen sind alle in ihren schicken Trachten gekleidet).
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Auch wir haben uns mehrere Almen angeschaut, wie sie ihre Tiere durch den Ort treiben. Es ist schon sehr beeindruckend, wenn zum Teil mehrere hundert Kühe frei durch die Straßen getrieben werden. Man wundert sich auch, wie viele Fotomotive entstehen, ist doch eine Kuh schöner als die andere.
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Parallel zur Hauptstraße findet in den Seitenstraßen im Ortskern noch der große Kramermarkt statt: dies ist ein Handwerksmarkt mit zahlreichen Verkaufsständen und natürlich ist wie auf jedem Volksfest für das leibliche Wohl mehr als gesorgt.
Auch für uns war der Vormittag mit der Viehscheid ein ganz besonderes Erlebnis, welches man nicht alle Jahre mitbekommt.
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Nachmittags ging es dann in die neue Heimat nach Isny im Allgäu unsere Kinder besuchen.