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  >  Europa   >  Deutschland   >  17.10.2026 Hansestadt Stade

Bereits gestern sind wir zu unserem nächsten Kurztrip für die kommenden 5 Tage gestartet. Lange wussten wir nicht, wo wir final hinfahren sollen, da der Wetterbericht ständig schwankte. Jetzt sah es so aus, dass der Norden Deutschlands die nächsten Tage am besten abschneiden wird, Mitte Oktober ist das Wetter eh herbstlich und man kann nicht mehr nur strahlenden Sonnenschein erwarten.

 

 

Dementsprechend haben wir uns entschieden, den Kurztrip im Alten Land an der Elbe und in Hamburg zu verbringen. Unser erstes Ziel ist die Hansestadt Stade, wo wir gestern Abend noch unseren Stellplatz erreicht haben. Von hier aus sind es nur zwei Kilometer bis in die historische Altstadt, die Strecke sind wir kurzerhand mit unseren E-Scooter gefahren und haben diese am Beginn der Fußgängerzone angeschlossen.

 

Stade ist eine Hansestadt rund 50 Kilometer südwestlich von Hamburg und 60 Kilometer von der Nordsee bei Cuxhaven entfernt. Durch die knapp 50.000 Einwohner zählende Stadt fließt die Schwinge, welche nur drei Kilometer nördlich in die Elbe mündet. Das umliegende Land ist weitestgehend Marschland und Moor, hier fängt auch das so genannte Alte Land an. Die Altstadt von Stade liegt auf einer Schwingeinsel und ist komplett von einem Burggraben umgeben. Daher hat sie ihren historischen Charakter vollständig erhalten und in diesem Bereich hat sich die Stadt nicht verändert (natürlich wurde sie aufwendig restauriert).

 

 

Nachdem wir unsere E-Scooter abgestellt hatten, sind wir direkt durch die schöne Fußgängerzone gelaufen. Mehrere Bronzefiguren und Brunnen säumen die Straßen.

 

 

Am heutigen Samstagmorgen war großer Markt auf dem Platz Pferdemarkt direkt an dem historischen Postgebäude. Hier konnte man über Blumen, Fisch, Käse und Backwaren alles für den täglichen Bedarf einkaufen.

 

 

 

Weiter ging es durch die Fußgängerzone auf der Hökerstraße vorbei am Rathaus und vielen schöne historischen Fachwerkhäusern in Richtung Hafen von Stade.

 

 

 

Das ehemalige Hafenbecken von Stade war das Herz der Stadt zur Blütezeit der Hanse und wurde aufwendig restauriert und ist heutzutage das touristische Zentrum der Stadt. Rund um das Hafenbecken findet man die vielen schönen Hansehäuser, heute sind hier überwiegend Cafés und Restaurants zu finden.

 

 

 

 

Direkt am Hafenbecken findet man noch einen alten Hansekran am Fischmarkt sowie den ehemaligen Schwedenspeicher in einem typischen Speicherhaus.

 

 

Viele der Häuser wurde restauriert oder originalgetreu neu errichtet. Die originalen Häuser stammen überwiegend aus dem 16. – 18.Jahrhundert mit ihren tollen Renaissance-Fassaden wie zum Beispiel das Bürgermeister-Hintze-Haus.

 

Heute ist der Hansehafen wieder das Herz der Stadt und lädt zum Verweilen ein. Alles wurde liebevoll maritim angelegt. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass in den 1970er Jahren erwogen wurde, den alten Hafen zuzuschütten und hier Parkplätze zu erbauen. Zum Glück wurde diese Idee nie umgesetzt.

 

 

Von hier aus ging es für uns weiter durch die verwinkelten Gassen der Altstadt. Dadurch, dass Stade im Marschland liegt, wird die Stadt immer wieder von kleinen Kanälen und Bächen durchzogen. Die zahlreichen Brücken erinnern irgendwie an ein Venedig des Nordens in Miniaturformat.

 

 

Besonders gut gefallen haben uns auch die zahlreichen Fachwerkhäuser entlang der schmalen Gassen. Sie sind einfach ein Hingucker und hier findet jeder zahlreiche Fotomotive.

 

 

Wir sind dann bis zum ehemaligen Burggraben gelaufen, der die Altstadt vollständig umschließt. Man kann sehr schön entlang des Wasser spazieren gehen, hier findet man auch das ehemalige Zollamt der Stadt.

 

 

 

Immer wieder führen kleine Holzbrücken über den Burggraben, so dass man sehr einfach auf beiden Seiten weiterlaufen kann. Nach einiger Zeit haben wir dann eine kleine Insel im Burggraben erreicht. Auf dieser Insel befindet sich ein Freilichtmuseum mit maritimen Gebäuden, ehemaligen Bauerhöfen und Herrenhäusern, Stallungen und einer Windmühle. Beeindruckend und außergewöhnlich ist, dass das Freilichtmuseum völlig kostenlos ist, man hier rund um die Uhr durchgehen kann und alles in einem perfekten Zustand gehalten wird.

 

 

Von hier aus ging es dann wieder durch die Fußgängerzone noch ein wenig shoppen und dann mit unseren E-Scootern zurück zum Stellplatz. Morgen wollen wir dann weiter fahren durch das Alte Land und die Elbseite nach Schleswig-Holstein wechseln.