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  >  Kreuzfahrten   >  Karibik mit ABC-Inseln 2026   >  09.01.2026 St. Vincent

Wir freuten uns schon mega auf die nächste Insel, verkörpert St. Vincent doch quasi die Karibik. Auch wenn die Insel vom Namen her eher unbekannt ist, ist sie wahrscheinlich jedem mehr oder weniger bekannt – wurde hier doch der Film „Fluch der Karibik“ mit Johnny Depp gedreht. Aber dazu später mehr.

 

 

St. Vincent ist die Hauptinsel des aus mehreren Inseln bestehenden Inselstaates St. Vincent und die Grenadinen. Der Staat wurde 1969 nach der Unabhängigkeit von Großbritannien gegründet. Das Land zählt rund 100.000 Einwohner, 12.000 davon leben in der kleinen Hauptstadt Kingstown.

 

Die Insel St. Vincent ist vulkanischen Ursprungs und der Hauptvulkan La Soufriere ist noch heute aktiv. Alleine in den letzten 100 Jahren gab es drei größere Ausbrüche, zuletzt 2021.

 

 

Direkt nach dem Anlegen sind wir dann von Bord gegangen und wollten uns erst die Hauptstadt Kingston ansehen. Völlig normal hing dann ein Schild im Hafenterminal, dass man dort Drogen kaufen kann. Das mutet doch sehr strange an.

 

Kingstown

 

Wie gesagt, ist Kingstown die Hauptstadt von St.Vincent und den Grenadinen. Kingstown ist die bedeutendste Stadt der Insel, befindet sich doch hier der große Hafen mit den Anlegern für Fährschiffe und Kreuzfahrtschiffe. Somit ist klar, dass der Hafen große wirtschaftliche Bedeutung für das vom Tourismus lebende Land hat.

 

 

Kingstown wurde ursprünglich Anfang des 18.Jahrhunderts von den Franzosen gegründet, viel aber bereits 50 Jahre später auf Grund des Pariser Abkommens zum Königreich Großbritannien.

 

 

Unser Weg führte uns vom Hafen aus direkt in das Stadtzentrum von Kingstown. Die größte Sehenswürdigkeit sind wahrscheinlich die beiden direkt gegenüber liegenden Kathedralen. Die rund 200 Jahre alte anglikanische Kathedrale aus dunklem Kalkstein ist sehr schön anzusehen, ist sie doch sehr verschnörkelt und verfügt auch über einen tollen Innenhof.

 

Die direkt gegenüber liegende katholische Kathedrale liegt mitten im Friedhof und ist eher schlicht gehalten.

 

Von hier aus sind wir dann ins Zentrum zum Central Market gelaufen. In der Markthalle selber werden alle Dinge des täglichen Lebens angeboten.

 

 

Aber auch in den umliegenden Straßen herrscht reges Markttreiben. Viele Händler kommen aus dem Umland und von der ganzen Insel. Sie klappen einfach ihre Kofferraumklappe hoch und breiten im und vor dem Auto ihre Ware aus.

 

 

 

Es herrscht überall ein reges Treiben, es wird lautstark diskutiert und gehandelt. Vielfach wird die Ware noch mit alten Holzschubkarren von A nach B transportiert. Das Leben hier ist einfach so anders als wir es gewohnt sind, aber absolut faszinierend und man könnte sich den ganzen Tag umgucken.

 

 

Da wir aber noch mehr von der Insel sehen wollten, sind wir vorbei am Parlamentsgebäude zurück in Richtung Hafen.

 

Rund um den Hafen stehen üblicherweise die ganzen Taxifahrer und wir haben recht schnell einen Fahrer gefunden, der unsere Wünsche/Ziele berücksichtigt und einen fairen Preis angeboten hat.

 

 

Als wir in seinem echt schicken Van saßen, wunderten wir uns, dass er nochmal ausstieg. Zurück kam er mit einem kleinen Fläschen Saft. Er zeigte uns einen großen Silo im Hafengelände und erklärte uns, dass dieser komplett voll mit dem stärksten Rum der Insel sei. Sage und schreibe 84,5% Alkohol und somit mehr als der bei uns in Deutschland angebotene Strohrum. Er zauberte eine kleine 200ml Flasche diesen Rums hervor und gab sie uns. Wir sollten den Rum mit dem Fruchtsaft mischen. Wir dachten zuerst, bei einem Verhältnis von rund 1:1 wäre dieser Punsch viel zu stark, aber er schmeckte sehr süß und lecker und überhaupt nicht zu stark. Er schenkte uns beide Flaschen und meinte, dass wir das während der Tour komplett austrinken sollten. Dies haben wir natürlich nicht geschafft und den Rest Rum mitgenommen.

 

 

So fing unsere Tour schon mal sehr sympathisch an und dann ging es los durch die Innenstadt und dann entlang der Küste gen Norden. Wir kurvten entlang der Küste immer wieder bergauf und bergab. Dabei hatten wir schöne Aussichten auf die Küste (einmal sogar mit unserer AIDAperla im Hintergrund) und fuhren durch kleine beschauliche Ortschaften.

 

 

 

Unser erstes Ziel war dann ein kleiner botanischer Garten, durch den man spazieren konnte. Alles war ehr gepflegt angelegt, es gab schöne Blumen, einen kleinen Teich mit Wasserfall und einen Flusslauf. Der Garten war einfach sehr entspannend und strahlte Ruhe aus, hier kommen nicht so viele Touristen hin.

 

Von hier aus sollte es dann zum Highlight der Insel gehen: dem Drehort des ersten Teils von „Fluch der Karibik“

 

Wallilabou

 

 

Wallilabou ist eine kleine Bucht mit schwarzem Sandstrand. Diese Bucht diente als Filmset für mehrere Szenen aus dem Film. Dementsprechend ist die Bucht natürlich ein Touristenmagnet. Aber wir müssen sagen, es ist alles schön aufbereitet und ein Besuch lohnt sich – es ist nicht übertriebe kitschig und touristisch.

 

 

 

Sehr schön ist natürlich, dass in dieser Bucht seinerzeit noch keine Häuser standen und nur für den Film Gebäude errichtet wurden. Genau diese Gebäude stehen noch heute und es wurde nichts hinzugebaut. Das finden wir sehr schön.

 

 

Außerdem sieht man noch Überreste des Stegs, wo die „Black Pearl“ angelegt hat.

 

 

Weiterhin ist der Felsenbogen am Ende der Bucht sehr markant, hier wurden im Film die Gefangenen aufgehangen.

 

 

Immer wieder gibt es Kleinigkeiten zu entdecken, wie Holzsärge aus dem Filmset, den Piratenfriedhof etc. Hier ist es echt sehr schön und der Ort lädt zum Verweilen ein.

 

Aber unsere Tour ging natürlich weiter, hatten wir doch noch den Besuch eines schwarzen Strandes vereinbart. Dies hat unser Fahrer perfekt umgesetzt. Über eine schmale Schotterpiste ging es an einen recht einsamen Strand, wo nur wenige Menschen und dies überwiegend Einheimische anzutreffen waren.

 

 

 

Wir fanden die Bucht sehr natürlich und sind noch die komplette Bucht am Strand abgelaufen, Badekleidung hatten wir leider nicht mit.

 

 

So ging unsere Tour dann langsam zu Ende. Wir waren sehr happy mit dem, was wir gesehen haben, aber auch mit unserem Fahrer, der uns sehr viel erklärt hat und auch an sich sehr freundlich und kommunikativ war. St. Vincent hat uns überzeugt und wir können diese Insel nur jedem weiterempfehlen.

 

 

Zurück auf dem Schiff haben wir vom Deck aus die schöne Aussicht über die grüne Insel genossen, auch sehr lohnenswert – man sieht bereits von hier die tolle Natur. Es gab auch einen super schönen Sonnenuntergang.

 

 

Nach Sonnenuntergang hieß es dann im Dunkeln wieder „Leinen los“ und wir haben uns auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel gemacht.

 

 

 

 



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