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  >  Amerika   >  Curacao   >  04.01.2026 Curacao Tag 1 (Inseltour)



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Wir waren sehr froh, dass wir trotz der gestrigen Intervention von Trump in Venezuela heute problemlos Curacao anlaufen konnten. Curacao gehört ja definitiv zu den Highlights der Tour zu den karibischen Inseln. Insbesondere für uns, da wir ganze zwei Tage mit Overnight hier verbringen durften.

 

 

Curacao gehört genau wie Aruba zu den Kleinen Antillen und liegt ebenfalls nur wenige Kilometer vor der Küste Venezuelas. Geschichtlich ist die Insel ebenfalls mit den Niederlanden verbunden, erst 2010 wurde sie nach einem Volksreferendum ein autonomes Land innerhalb des niederländischen Königreichs.

 

Sie ist mit 444 Quadratkilometern die größte der ABC-Inseln und Heimat von rund 150.000 Einwohnern. Wirtschaftlich lebt die Insel vom Tourismus und der Erdölindustrie, der große Hafen von Willemstad spielt hier eine zentrale Rolle.

 

Da wir ganze zwei Tage Zeit auf Curacao hatten, haben wir unsere Programm gesplittet: für den ersten Tag hatten wir uns bereits im Vorfeld ein Auto gemietet, um die Insel zu erkunden. Für den zweiten Tag haben wir dann Willemstad selber geplant.

 

 

Direkt nach dem Anlegen um 8.00 Uhr sind wir dann von Bord gegangen. Der lokale Mietwagenverleih Smart Wheels (*unbezahlte Werbung) hat eine Niederlassung direkt im Cruise Terminal und innerhalb von wenigen Minuten saßen wir in unserem Auto. Wir waren begeistert von der schnellen und reibungslosen Fahrzeugübergabe. Wir haben ein fast neues Auto bekommen, es war perfekt mit allen Extras ausgestattet – optimal, um mit zwei Personen einen Tag über die Insel zu fahren. Solch schnelle und unbürokratische Prozesse wünscht man sich gerne auch von den großen Mietwagenverleihfirmen. Besonders praktisch fanden wir, dass wir gegen einen geringen Aufpreis den Wagen sogar mit leer gefahrenem Tank wieder abgeben durften – insbesondere, da hier die Tankstellensuche nicht ganz einfach war. Wir waren begeistert.

So ging es um 8.30 Uhr auch schon los mit unserer Inseltour.

 

Seru Largu

 

Unser erstes Ziel des Tages sollte der rund 15 Kilometer außerhalb von Curacao gelegene Nationalpark Seru Largu sein. Hierbei handelt es sich um unter Naturschutz stehende lagunenartige Salzseen. Das Besondere ist die hier freilebende Flamingo-Population.

 

Im seichten Salzwasser finden die Flamingos ausreichend Nahrung wie Algen, Tang, Krebse und anderes Kleingetier. Durch die mit Mineralien angereicherte Nahrung bekommen die Tiere ihr bekanntes rosafarbenes Gefieder. In der freien Wildbahn ist dies natürlich bei jedem Tier unterschiedlich intensiv (durch die individuelle Nahrungsaufnahme) – im Gegensatz zu dem intensiven Rosaton in europäischen Zoos, wo die Tiere mit Nahrungsergänzungsmittel gefüttert werden, um eine möglichst intensive Farbe zu bekommen. Generell stehen wir der Tierhaltung in Zoos kritisch gegenüber und beobachten Tiere lieber in ihrer natürlichen Umgebung.

 

 

Wir haben am Straßenrand geparkt und über einen kleinen Holzsteg und ein paar Stufen gelangt man zu einer schönen Aussichtsplattform, von welcher aus man einen guten Blick über die beiden großen Salzseen hat.

 

Wir hatten auch sehr viel Glück und es waren etliche Flamingos in der Lagune. Dies ist nicht immer garantiert: wenn die Seen leergefressen sind, ziehen die Tiere innerhalb des Archipels auf eine andere Insel. So entsteht eine Vogelwanderung zwischen den einzelnen Inseln. In der Zwischenzeit regenerieren sich die Lagunen wieder und dann kommen die Tiere zurück.

 

 

Auch wenn die Flamingos etwas weiter weg von der Aussichtsplattform waren, konnten wir sie sehr gut beobachten. Zumeist sieht man sie mit den Köpfen im Wasser steckend auf Nahrungssuche. Es ist echt nicht ganz einfach, die Flamingos in ihrer vollen Pracht mit aufgerichtetem Kopf im Bild einzufangen. Trotzdem sind uns einige gute Bilder gelungen und wir konnten uns nur schwer von den Tieren loseisen, wir fanden es sehr faszinierend.

 

Von hier aus haben wir ganz spontan am Horizont eine schöne Kirche gesehen und sind dann kurzerhand dort hingefahren:

 

Sint Willibrordus

 

Die kleine Kirche thront auf einem Hügel und ist daher von allen Seiten gut sichtbar. Durch ihre terracotta-orange Farbe leuchtet sie in der Sonne und hebt sich vor dem tiefblauen Himmel ab – ein perfektes Fotomotiv.

 

 

Auch von innen ist die katholische Kirche (95% der Inselbewohner sind Katholiken) sehr schön: Der Innenraum ist eher hell und farbenfroh eingerichtet. Da wir ja kurz nach Weihnachten immer noch innerhalb der Weihnachtszeit unterwegs sind, stehen in den Kirchen noch überall die Krippen aufgebaut.

 

 

Direkt neben der Kirche befindet sich der kleine Friedhof des Ortes. Auffällig ist, dass die Verstorbenen hier nicht unter der Erde begraben werden, sondern man baut ihnen quasi ein kleines Haus, wo die sterblichen Überreste drin aufbewahrt werden.

 

 

Nach diesem kleinen Abstecher ging es dann weiter zu unserem geplanten nächsten Ziel:

 

Hato Caves

 

Bei den Hato Caves handelt es sich um ein Höhlensystem aus Korallen-Kalkstein an der Nordküste von Curacao. Das Höhlensystem steht unter Naturschutz und beheimatet ganze Fledermaus-Kolonien. 1991 wurden die Höhlen für die Öffentlichkeit zugängig gemacht.

 

Die Kalksteinhöhlen liegen auf drei Ebenen terrassenförmig über dem Meer. Die zugänglichen Höhlen befinden sich allesamt auf dem dritten Level. Im Laufe der Jahrmillionen haben sich zahlreiche Stalagmiten und Stalaktiten gebildet und somit faszinierende Höhlen-Hallen geschaffen. Wir waren schon in vielen Tropfsteinhöhlen, aber die Hato Caves waren besonders faszinierend.

 

 

Aus Schutz vor der Infrarotstrahlung darf man nur ein einer Höhle fotografieren (hier ist es möglich, da ein Loch in der Decke Tageslicht hineinlässt). Damit schützt man die Tierwelt als auch die Algenbildung. Wir finden dies absolut richtig auch wenn man gerne weitere Bilder gemacht hätte.

 

 

Entdeckt wurden die Höhlen seinerzeit von den Sklaven, die in den verzweigten Gängen Fluchtwege und Verstecke suchten.

 

 

 

Außerhalb der Höhlen findet man noch einen kleinen Rundweg durch die Natur. Wir sahen viele Geckos, Kakteen, aber auch von außen waren die Höhlenformationen sehr sehenswert mit ihren Auskerbungen und Wandmalereien der Ureinwohner.

 

 

Für uns waren die Höhlen ein absolutes Highlight und sie sind berechtigterweise eine Hauptattraktion auf Curacao.

Von hier aus ging es dann weiter zur Original-Destillerie des allseits bekannten Getränks Blue Curacao:

 

Chobolobo Curaco Liqueur Destillery

 

Wir glauben, der Likör Blue Curacao ist jedem ein Begriff, war er doch in den 80er/90er Jahren wesentlicher Bestandteil des Modegetränks Grüne Witwe (Blue Caracao plus Orangensaft = grüner Cocktail). Wie schon der Name vermuten lässt, stammt dieser ursprünglich von der Insel Curacao. Die erste Destillerie ist noch in Betrieb und man kann diese besichtigen, diverse Liköre probieren und selbstverständlich auch ausreichend einkaufen.

 

Da wir ja sonntags mit dem Auto auf Curacao unterwegs waren, stand leider die Produktion, allerdings konnte man in der Ausstellung einige Produktionsschritte und -geräte bewundern. Es wäre natürlich schön gewesen, wenn man etwas mehr gesehen bzw. Input bekommen hätte. So waren wir natürlich recht schnell durch die Ausstellung.

 

 

Am Ende gab es ein kleines Café und hier haben wir dann auch die drei Hauptgeschmacksrichtungen getestet: original Blue Curacao, Tamarind Curacao und Schokoladen Curacao. Letzteren fanden wir besonders lecker und konnten nicht widerstehen, eine kleine Flasche zu kaufen.

 

Der Besuch der Destillerie war eine nette Abwechslung und eine schöne Ausflugsoption zumal der Eintritt hier kostenlos ist.

 

Nachdem wir einige Punkte jetzt abgefahren hatten, wollten wir uns natürlich auch nicht die karibischen Strände entgehen lassen. An der Nordwestküste befindet sich einer der bekanntesten und wohl schönsten Strände der Insel:

 

Grote Knip

 

Man muss sagen, bereits die Anfahrt zu den Stränden ist ein kleines Abenteuer: schmale, gewundene Straßen schlängeln sich entlang der Küste vorbei an bunten Häuser-Siedlungen, großen Kakteen und karger Landschaft.

 

Am Ende weiß man aber, warum dieser Strand zu den wohl schönsten Stränden der Karibik zählt: bereits on oberhalb sieht man die Bucht mit dem feinen weißen Sandstrand eingebettet in die Felsen und Steilküste liegen, das Wasser leuchtet in allen erdenklichen Blau- und Türkis-Tönen und ist glasklar.

 

 

Natürlich darf man nicht übersehen, dass die Schönheit natürlich auch bekannt ist und dementsprechend viel los ist. Dadurch, dass Sonntag war, waren natürlich auch viele Einheimische hier. Dies gab dem Strand aber ein spezielles, eigenes Flair: überall saßen Familien oder Freund zusammen, spielten oder grillten – überall roch es lecker.

 

 

Wir haben hier auch eine pause eingelegt, haben das rege Treiben beobachtet und waren im warmen Wasser schwimmen. Ein sehr schönes Fleckchen Erde.

 

Auf dem Rückweg haben wir dann noch an einem unbekannteren und deutlich ruhigeren Strand angehalten. Hier waren viel weniger Menschen und eigentlich ausschließlich Einheimische. In einer „Nebenbucht“ konnten wir dann sogar noch Pelikane beobachten und hier hielten sich auch einige Fischer bei ihren Booten auf.

 

 

Danach ging es endgültig zurück in Richtung Hafen Willemstad. Wir kamen hier noch einmal an dem Naturreservat mit den Flamingos vorbei. Wir konnten nicht widerstehen, nochmal auszusteigen und die Tiere zu beobachten. Das Schöne daran war, dass sie jetzt viel näher an der Aussichtsplattform waren und im Abendlicht sehr schön leuchteten.

 

 

Eine gelungene Rundtour über die Insel ging dann aber auch zu Ende, wir mussten ja noch das Auto am Cruise Terminal zurückgeben. Dies war auch völlig pragmatisch organisiert: Auto parken und den Schlüssel in einen Briefkasten werfen. Wir waren sowohl mit Auto als auch der Abwicklung zufrieden, eindeutige Weiterempfehlung.

 

Nachdem wir unser Auto abgegeben hatten, sind wir kurz zurück aufs Schiff und haben uns frische gemacht. Da wir einen Overnight hatten, wollten wir die Gelegenheit nutzen, um schön gemütlich an Land essen zu gehen. So haben wir unseren Plan auch umgesetzt und mussten nur rund 20 Minuten laufen, bis wir im historischen Zentrum waren. Besonders schön fanden wir die bei Nacht beleuchtete Königin-Emma-Brücke und die dahinter liegende bunte Häuserzeile der Handelskade. Hier haben wir dann auch ein schönes Restaurant direkt am Wasser gefunden. Von hier aus konnten wir während des Abendessens sehr schön das Treiben auf der Promenade und rund um die Königin-Emma-Bücke beobachten. Das Essen war auch sehr lecker und preislich auf europäischem Niveau (in direkter Umgebung zum Kreuzfahrtterminal gibt es auch sehr schöne Lokalitäten, allerdings fangen hier die Preise bei rund 40,-EURO für ein einfaches Hauptgericht an – es lohnt sich bis in die Altstadt weiterzugehen).

 

 

Durch die schönen Eindrücke der Stadt im Dunkeln freuten wir uns schon auf den nächsten Tag, den wir vollständig für die Hauptstadt verplant hatten.

 

 

 




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