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  >  Kreuzfahrten   >  Karibik mit ABC-Inseln 2026   >  12.01.2026 Guadeloupe



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Willkommen in Europa…
Dies ist kein Scherz. Guadeloupe ist eines der französischen Überseedepartements und gehört somit offiziell zur Europäischen Union. Neben Guadeloupe gehören noch die Karibikinseln Martinique, Saint Martin und Saint Barthélemy zu Frankreich. Zusammen bilden sie die französischen Antillen. Somit spricht man hier auch französisch und bezahlt mit dem Euro, allerdings gehören die Überseedepartements nicht zum Schengen-Raum.

 

Guadeloupe gehört mit ihren 1.700 Quadratkilometern Fläche eher zu den größeren Inseln der Karibik. Von oben hat die Insel die Form eines Schmetterlings, daher unterteilt man die Insel in zwei Teile: Basse-Terre (linker Flügel) und Grand-Terre (rechter Flügel).

 

Wie die meisten karibischen Inseln ist auch Guadeloupe vulkanischen Ursprungs, die meisten Berge und Regenwälder befinden sich auf Basse-Terre und haben eine Maximalhöhe von 1.467 Metern.

 

Historisch wurde die Insel zwar von Christopher Kolumbus entdeckt, sie befand sich allerdings seit jeher unter der Kolonialmacht der Franzosen. Ende des 19.Jahrhunderts wurde die Insel offiziell dem französischen Staat untergeordnet, die Sklaverei beendet und der schwarzen Bevölkerung wurde das Wahlrecht eingeräumt.

 

Angelegt haben wir früh am Morgen in der Hauptstadt Pointe-A-Pitre. Pointe-A-Pitre liegt auf Grand-Terre an der Südküste ungefähr am schmalen Übergang zwischen den beiden Schmetterlingsflügeln. Im Ballungsraum leben ungefähr 100.000 Menschen der insgesamt 400.000 Einwohner Guadeloupes.

 

Bereits vom Schiff aus hatten wir den Eindruck, dass sich die Stadt nicht wirklich lohnt und wir waren froh, bereits im Vorfeld einen Mietwagen reserviert zu haben. Somit sind wir direkt um 8.00 Uhr nach dem Anlegen runter vom Schiff, um unser Auto zu übernehmen. Laut Internet befindet sich die Mietwagenstation eines bekannten internationalen Mietwagenverleihs direkt neben dem Kreuzfahrtterminal. Allerdings war dies mit etwas suchen verbunden und am Ende mussten wir das Kreuzfahrtterminal einmal komplett umrunden und rüber zum Fährterminal laufen, dort auf dem großen Parkplatz war dann der Mietwagenverleih. So hatten wir zwar ungefähr eine halbe Stunde verloren, aber die Übergabe eines fast neuen Fahrzeugs ging reibungslos und in wenigen Minuten.

 

 

Da man an einem Tag nicht die gesamte Insel abfahren kann, haben wir uns entschieden auf Grand-Terre zu bleiben und hier die schönsten Orte zu besuchen. Bei der Durchfahrt durch Pointe-A-Pitre hat sich unser erster Eindruck bestätigt, dass die Stadt nicht besonders schön ist. Also haben wir uns direkt auf den Weg gen Nordküste gemacht. Auf dem Weg durchs Landesinnere sind wir dann auch direkt an unserem ersten Ziel vorbeigekommen:

 

Morne-A-L´Eau Cimetière

 

Auch wenn es sich erstmal etwas merkwürdig anhört, so gehört der Friedhof in Morne-A-L´Eau zum Kulturerbe Guadeloupes.

Der Friedhof liegt mitten im Ort am hang wie ein großes Amphitheater. Die Grabhäuser mit ihren schwarz-weißen Mosaiken im Schachbrettmuster sind architektonisch sehr herausragend.

 

 

Durch die besondere Architektur entsteht eine ganz spezielle (viele sagen sogar spirituelle) Stimmung. Dieses friedliche Bild soll die kreolische Einstellung zum Tod widerspiegeln: kein Ende, sondern eine Fortsetzung.

 

Somit ist der Friedhof auf jeden Fall ein sehenswertes Highlight und er gehört mittlerweile sogar zum französischen Kulturerbe und ist entsprechend ausgewiesen.

 

Von hier aus ging es dann noch rund 25 Kilometer gen Norden bis wir den nördlichsten Punkt der Insel erreicht hatten:

 

 

Pointe de la Grande Vigie

 

Man nennt diese Region im Norden der Insel auch die Normandie von Guadeloupe. Bei einem kleinen Rundweg wird auch schnell klar warum:

 

 

Die Küste ist hier von bis zu 80 Meter hohen Kalksteinklippen geprägt und die gesamte Steilküste wirkt in der Tat komplett wie die französische Normandie und Bretagne. Somit ist es quasi ein Stück Heimat für die Franzosen, wenn sie in dieser Überseeregion sind.

 

 

Porte d´Enfer

 

Weiter ging es für uns entlang der Küste gen Osten von Guadeloupe. Nur wenige Kilometer vom Pointe de la Grande Vigie entfernt kommt man dann zum Aussichtspunkt Porte d´Enfer.

 

 

Hier steht man direkt auf der Steilküste und hat unter sich die Klippen zum Atlantischen Ozean. Man ist doch sehr beeindruckt, wie rau hier die Küstenlandschaft und das Meer ist. Die Landschaft ist völlig konträr zu dem, was wir bisher in der Karibik gesehen haben und wahrscheinlich denkt keiner bei den Bildern direkt an die Karibik.

 

Von hier oben sieht auch schon rechter Hand die wunderschöne, lagunenartige Bucht von Porte d´Enfer.

 

 

Unten angekommen erwartet uns eine idyllische Bucht mit einem kleinen Sandstrand und vielen Palmen. Da diese Region etwas abseits der Städte und Orte liegt, ist hier auch fast gar nichts los. Wir haben die Gelegenheit für eine kleine Pause genutzt und sind in die Strandbar „Chez Coco“ eingekehrt. Hier sitzt man bei einem frischen (alkoholfreien) Cocktail und kann ganz entspannt die schöne Natur genießen.

 

 

Nach der Erfrischung ging es dann auf eine etwas länger Fahrt von rund einer Stunde zum östlichsten Punkt der Insel:

 

 

Pointe des Chateaux

 

Die Felsenformation Pointe des Chateaux bildet das östliche Ende von Grand-Terre. Wenn man die Felsenformation mit ihren vielen Türmchen und Spitzen sieht, ist einem sofort klar, warum dieses Kap so heißt – es mutet doch sehr an ein Schloss/eine Burg an.

 

 

An den Klippen und den Felsen sieht man immer wieder die gewaltige Kraft des Meeres: dort, wo die Wellen auf die Felsen treffen, spritzt die Gischt oft meterhoch in die Luft. Wir finden es immer wieder faszinierend, diese Wassergewalt zu sehen und könnten dies stundenlang beobachten.

 

 

Auch eine kleine Sandbucht findet man hier, allerdings bietet sich diese nicht zum Baden an, die Wellen sind viel zu hoch und die Strömung zu stark.

 

 

Gegenüber von den im Wasser liegenden Felsen befindet sich auf einer Bergspitze ein 10 Meter hohes Kreuz, welches den östlichsten Punkt Guadeloupes markiert. Man kann hier hoch wandern, was wir aber aus Zeitgründen nicht gemacht haben (der Panoramablick soll allerdings sehr schön sein). Überhaupt gibt es auf dieser unter Naturschutz stehenden Halbinsel ein rund 10 Kilometer umfassendes Wanderwegenetz.

 

 

Nach einer kurzen Mittagspause ging es aber für uns zu unserem letzten Stopp auf unserer Inselrundfahrt:

 

 

Plage de la Caravelle

 

Natürlich hat auch Guadeloupe wie alle anderen Karibik-Inseln Strände. Einer der bekanntesten und schönsten Strände liegt außerhalb des Badeortes Sainte-Anne. Der Plage de la Caravelle ist bekannt für seinen weißen Sandstrand und dem türkisfarbenen Meer. Er ist bekannt und beliebt sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen.

 

 

Der Strand ist durch ein Korallenriff geschützt, was ideale Badevoraussetzungen schafft. Dadurch das der Strand öffentlich ist und hier jeder sein Handtuch ausbreitet, hat er natürlich eher eine gesellige Atmosphäre (mit Familien, großen Gruppen, Grillfeiern, etc.). Wer Ruhe sucht, ist hier eher fehl am Platze. Die Einheimischen nennen es Atmosphäre auf guadeloupeische Art.

 

 

Blendet man das rege Treiben ein wenig aus, ist der weiße Sandstrand mit seinen schattenspendenden Kokospalmen natürlich eine idyllische Traumkulisse.

 

Da es uns zugegebenermaßen zu voll war und unsere Zeit auch begrenzt war, haben wir uns nach einem Strandspaziergang wieder auf den Rückweg mit dem Mietwagen nach Pointe-A-Pitre gemacht. Nach einem kurzen Stau haben wir problemlos den Mietwagen wieder abgegeben und sind zurück zum Schiff.

 

Das Auslaufen war für die Abenddämmerung angedacht und wie immer legte unser Kapitän der AIDAperla pünktlich ab. Den Sonnenuntergang konnten wir nicht mehr genießen, da sich über den gebirgigen Teil von Basse-Terre Wolkenberge auftürmten.

 

So ging es vorbei am beleuchteten Containerhafen in Richtung offenes Meer. Aber auch ein Containerhafen bietet immer tolle Fotomotive, insbesondere heute mit dem aufziehenden Unwetter im Hintergrund.

 

 

Dementsprechend war auch der Atlantik die erste Stunde etwas unruhig bis wir Guadeloupe umrundet hatten und wieder in karibischem Gewässer unterwegs waren. Über Nacht sollten wir unser letztes Ziel der Kreuzfahrt erreichen: Antigua

 

 



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