10.01.2026 St. Lucia
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Wie jeden Morgen, erreichten wir unser nächstes Ziel auch wieder überpünktlich. Bereits im Morgengrauen drehten wir in die Bucht rund um die Hauptstadt Castries ein. Castries liegt am Ende einer recht engen Bucht, die von grünen Bergen umgeben ist.
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St. Lucia ist ein Inselstaat, der aus der Hauptinsel St.Lucia und mehreren kleinen Inseln besteht. Er befindet sich in der östlichen Karibik und gehört zu den Inseln über dem Winde und gehört geografisch zu den kleinen Antillen. St. Lucia ist wie die meisten karibischen Inseln vulkanischen Ursprungs, die beiden inaktiven Vulkane Gros Piton und Petit Piton sind quasi das Wahrzeichen der Insel. Die insgesamt extrem bergige Insel erhebt sich bis zu einer Höhe von rund 950 Metern aus dem Meer.
St.Lucia ist seit 1979 unabhängig und eine parlamentarische Demokratie. Da der Inselstaat aber noch Mitglied im Commonwealth ist, gehört er trotzdem zur britischen Krone.
Die nur 616 Quadratkilometer große Insel ist Heimat von rund 188.000 Einwohnern, die meisten davon leben in und um Castries. Die Hauptstadt Castries wurde in der Vergangenheit mehrfach von zerstörerischen Bränden heimgesucht, daher findet man hier so gut wie keine historischen Kolonialgebäude.
Trotzdem wollten wir nach dem Frühstück erst in Richtung Castries laufen, unser Liegeplatz lag rund 1,5 Kilometer außerhalb der Stadt. Der Weg führte immer entlang der Bucht, allerdings größtenteils gesäumt von der Hauptstraße oder Baustellenzäune, die den Blick auf das Meer verbauen.
Unser Ziel war die große Markthalle direkt an der Uferstraße gelegen. Hier findet wie auf allen Inseln der Region täglich ein markt mit lokalen und frischen Produkten statt. Dies ist für uns immer wieder schön anzusehen.
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Aber auch wir müssen zugeben, dass wir jetzt in den letzten Tagen viele Märkte besucht haben und im Prinzip ähneln sie sich alle dann doch. So sind wir eine kleine Runde durch die Markthallen und durch die Marktstände in den umliegenden Straßen gelaufen. Nach rund einer Stunde hatten wir aber alles gesehen und da die Stadt nicht mehr zu bieten hatte, sind wir zurück zum Schiffsanleger und wollten dort noch eine Inseltour mit einem Taxifahrer organisieren.
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Zurück am Hafen bekamen wir aber ein Alternativangebot für einen Bootsausflug, welches wir attraktiver fanden als stundenlang mit einem Taxi die kurvenreichen Strecken durch die Berge zurückzulegen. Der Bootsausflug sollte entlang der Küste führen mit diversen Stopps und im Süden in Soufriere dann mit einem Kleinbus zu den Sehenswürdigkeiten. Im Anschluss wieder mit dem Boot zurück nach Castries. Das klang für uns nach einem schönen Tag, der es auch definitiv wurde.
Um 11 Uhr ging es dann kurz zu Fuß zum kleine Speedboot für maximal 16 Personen. Da wir wissen, wie unruhig es auf solche einem Boot werden kann, haben wir uns direkt ganz hinten hingesetzt – hier konnten wir außerdem in Fahrtrichtung sitzen.
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Es ging dann rund 10 Minuten entlang der schönen Küstenlinie bis nach Soufriere. Es gab viel zu sehen entlang der Strecke: mit Regenwald begrünte Berghänge gingen bis zum Meer hinunter, zerklüftete Felswände aus Kalkstein prägten das Bild und immer wieder gab es kleinen karibische Buchten mit Palmen und Stränden – total idyllisch und einsam, da diese mitten im Regenwald liegen und nicht an einer Straße.
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Pitons
Durch die spritzende Gischt links und rechts vom Speedboot war es eine total coole und erfrischend-rasante Fahrt. Wie versprochen erreichten wir nach rund 30 Minuten unser erstes Ziel und konnten vom Wasser aus einen perfekten Blick auf das Wahrzeichen der Insel, den beiden Pitons genießen. Dies ist wohl das typischste und bekannteste Motiv, welches man von St. Lucia kennt.
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Bei den bekannten Pitons (Gros Piton und Petit Piton) handelt es sich um zwei inaktiven Vulkanen, die durch ihre markante, steile Form direkt auffallen. Die beiden Berge sind 786 und 739 Meter hoch. Offiziell kann und darf man nur den Gros Piton bewandern, aber auch hier dauert eine Wanderung zwischen 4 und 7 Stunden und man sollte früh aufbrechen. Der Petit Piton gilt als zu steil und nur manche Kletterer wagen sich an den Aufstieg. Die mittlerweile komplett vom Regenwald bewaldeten Berge gehören auch zum UNESCO-Weltnaturerbe. Wir fanden sie sehr beeindruckend anzusehen.
Am Steg von La Soufriere erwartete uns dann auch direkt ein Taxifahrer, der uns zu den beiden Sehenswürdigkeiten in den Bergen fuhr. In nur rund 10 Minuten erreichten wir unser erstes Ziel:
Sulphur Springs
Direkt im Hinterland von Soufriere befindet sich dann auch der einzige Drive-In-Vulkan der Karibik. Es handelt sich um einen mehrere Kilometer großen Vulkankrater in den Bergen. Da dieser schon lange nicht mehr ausgebrochen ist und mittlerweile sehr bewaldet ist, erkennt man ihn nicht direkt als Vulkankrater. Über eine Straße kann man in den Krater hineinfahren und erreicht die Sulphur Springs.
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Hierbei handelt es sich um ein aktives geothermisches Gebiet mit zahlreichen aktiven Schwefelquellen. Für uns kein ungewohnter Anblick, kennen wir solche Quellen bereits aus Neuseeland und Island. Überall brodelt und blubbert der Schlamm und es stinkt extrem nach Schwefel im gesamten Gebiet. Es ist aber immer faszinierend, solch spannende Naturgewalten und -phänomene zu beobachten.
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Optional kann man auch in extra heruntergekühlten Schlammbädern ein Bad nehmen. Dies soll gut für die Haut sein, aber wir haben es in Anbetracht der kurzen Aufenthaltszeit nicht gemacht.
Der Drive-In-Vulkan ist auch seismologisch kontinuierlich überwacht, so dass es kein Risiko ist, in ihn hineinzufahren – bei einer möglichen Gefahrenlage wird er direkt gesperrt.
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Nur wenige Fahrminuten von hier befindet sich direkt das nächste Highlight:
Toraille Wasserfall
In den Bergen und im Regenwald von St. Lucia gibt es zahlreiche Wasserfälle, der Touraille Wasserfall ist vom kleinen Ort Soufriere aus gut zu erreichen. Vom Parkplatz aus führt ein rund 100 Meter langer Weg zum Wasserfall.
Es handelt sich um einen gut 20 Meter hohen Wasserfall, der in einen kleinen Pool hinabstürzt. Hier im Pool kann man sogar baden und Bilder am Wasserfall machen (wie allerdings bei fast allen Wasserfällen in der Karibik). Da dies ein klassisches Ziel für Touristen ist, ist es hier natürlich entsprechend voll. Man muss sich in eine lange Menschenschlange anstellen, wenn man für Fotos ins Wasser möchte. Streng geordnet darf einer nach dem anderen ins Wasser und sich vor dem Wasserfall fotografieren lassen. Wir haben es nur von Land aus gemacht.
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Der Wasserfall ist natürlich sehr schön, aber es hatte leider eher etwas von Massenabfertigung als von idyllischer Natur.
Von hier aus ging es dann in wenigen Minuten mit dem Taxi zurück zu unserem Speedboot, waren die nächsten Ziele doch allesamt vom Wasser aus zu erreichen:
Anse Chastanet Beach
Nur fünf Minuten mit dem Speedboot einmal um die Felsen herum befindet sich eine kleine idyllische Bucht mit einem schönen Strand – der Anse Chastanet Beach. Eigentlich gehört der Strand zu einem Hotelresort, aber man kann auch so am Strand liegen, baden gehen und das Restaurant nutzen.
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Wir haben die Gelegenheit genutzt und in der gemütlichen Bar einen Cocktail getrunken und es uns ein wenig gemütlich gemacht -wir hatten nicht geplant zu baden und hatten auch keine entsprechende Kleidung mit.
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Zurück auf dem Schiff wurde wir dann mit karibischem Rumpunsch begrüßt bevor die rasante Fahrt zu unserem nächsten Ziel weiterging (man konnte während der ganzen Fahrt sich unlimitiert an Softdrinks und dem Rumpunsch bedienen).
Marigot Bay
Die Marigot Bay ist eine besonders malerische Bucht zwischen Soufriere und Castries, die sich schmal und tief zwischen die Berge hinzieht, schon fast fjordähnlich. Besonders bekannt ist die Bucht für ihr kristallklares Wasser und die palmengesäumten Strände, in machen Foren spricht man gar von der schönsten naturbucht der Karibik – das sieht aber jeder anders und soll es nach seinem Geschmack entscheiden.
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Durch die schmale exponentielle Lage war die Marigot Bay bereits seit Jahrhunderten von Bedeutung. Sie wurde lange von Piraten und Schmugglern heimgesucht, fanden diese doch hier einen schwer einzusehenden und gut zu verteidigenden Unterschlupf.
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Heute ist die Bucht für ihr maritimes Flair bekannt: zahlreiche Segler und Yachtbesitzer kommen hierher und oftmals ist die Bucht voll von Booten. Rund um die Bucht gibt es zahlreichen Restaurants und Bars, schöne Strände und man kann schnorcheln oder Kajak fahren. Sie ist eins der touristischen Zentren von St. Lucia auch wenn es keinen richtigen Ort hier gibt.
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Von hier aus ging es dann in rasanter Fahrt mit dem Speedboot entlang der Küste zu unserem Ausgangsort Castries. Zwischendurch machte sich der Skipper noch den Spaß und lenkte das Boot gekonnt mit Vollgas durch einen Felsenbogen – der Spaßfaktor kam nicht zu knapp.
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Es war eine Super-Tour mit dem Speedboot und absolut empfehlenswert, ist man doch in 30 Minuten bei den Pitons wo man sonst mit dem Auto über zwei Stunden drauf fährt. Und es macht noch mehr Spaß mit dem Boot übers Meer zu düsen anstatt im Auto zu sitzen. Gesehen haben wir eher sogar noch mehr durch den Zeitvorteil bedingt. Auch preislich war die Tour mit 70 USD pro Person absolut fair und nicht teurer als ein Taxi.
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Zurück im Hafen von Castries haben wir noch den Sonnenuntergang über St. Lucia genossen bevor es dann auch wie jeden Abend hieß „Leinen los“ und über Nacht zu unserem nächsten Ziel.
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