08.01.2026 Barbados
Während für einen Teil der Gäste hier die 2wöchige Kreuzfahrt endete (man kann entweder ab La Romana oder ab Barbados die zweiwöchige Tour buchen), freuten wir uns auf einen Tag auf Barbados. Dem Namen und dem Ruf nach, durften wir uns auf ein Highlight freuen.
![]()
Barbados Liegt etwas weiter östlich vom klassischen Inselgürtel der Karibik im Atlantik. Die Insel gehört ebenfalls zu den Kleinen Antillen, ist mit 430 m² und rund 250.000 Einwohner etwas größer als die meisten anderen Karibikinseln. Barbados gehört ebenfalls zum britischen Commonwealth, ist aber bereits seit 1966 ein unabhängiger Staat.
Geografisch ist Barbados nicht vulkanischen Ursprungs, sondern durch ehemals unter dem Meeresspiegel liegende Riffkalke entstanden. Diese Riffe wuchsen nach und nach in die Höhe, am Mount Hilaby erreichen Sie mit 336 Metern die höchste Höhe.
Wirtschaftlich lebt auch Barbados wie die anderen Inseln mittlerweile hauptsächlich vom Tourismus, vornehmlich von den Kreuzfahrern. Diese legen im Hafen der Hauptstadt Bridgetown an, bis zu drei große Schiffe können hier täglich festmachen.
Wir hatten noch keinen konkreten Plan für den Tag und sind dann erstmal zu Fuß in die rund zwei Kilometer entfernte Innenstadt Bridgetowns gelaufen. Direkt am Hafenterminal haben wir uns für eine kleine Tour erkundigt, wurden aber dermaßen von den Taxifahrern belagert und mit unverschämten Preisen attackiert, so dass wir hier erstmal nichts festmachen wollten. Gefühlt war es ein wenig mehr Abzocke als wirkliches Geschäft. So aufdringlich waren die Taxifahrer an den anderen Zielen bisher nicht und sollten es so auch nicht mehr werden.
![]()
Bridgetown
Bridgetown ist die Hauptstadt von Barbados, hier wohnt auch nahezu die Hälfte der Bevölkerung des Landes. Bridgetown wurde 1628 rund um die Mündung des Constitution Rivers von den Engländern als Kolonie gegründet.
![]()
Man läuft vom Hafen aus auch mehr oder weniger am Fluss entlang bis man zur historischen Chamberlain Bridge. Die Brücke ist eine Klappbrücke und täglich rund drei Stunden um die Mittagszeit geöffnet, um Yachten in bzw. aus dem Hafen zu lassen.
![]()
Auf der nördlichen Seite der Brücke und des Flusses befindet sich das Parlamentsgebäude und der National Hero Square. Zu den Nationalhelden gehört unter anderem die Sängerin Rihanna, die auf Barbados geboren ist.
![]()
Direkt auf der anderen Seite der Brücke befindet sich der Indepence Square. Hier wurde 1966 die Unabhängigkeit des Landes von den Briten verkündet.
![]()
Unser nächstes Ziel war der Carlisle Beach, er gilt als einer der schönsten Strände der Karibik. Natürlich ist der Strand weiß und feinsandig und das Meer türkisblau. Aber wie es sich mit breiten und bekannten Stränden verhält, sind diese auch sehr touristisch, überall wird Wassersport angeboten und Bars vermieten Sonnenliegen. Dementsprechend voll ist es natürlich auch. Wir fanden den Strand zwar nett, entsprach aber nicht unseren Erwartungen für einen entspannten Strandtag.
Daher haben wir uns schnell entschieden, noch nicht die Broad Street (Einkaufsstraße) von Bridgetown zu besuchen und doch eine Inseltour zu machen.
Auf dem Rückweg in die Innenstadt bot uns dann auch ein Taxifahrer einen fairen Preis an und wir durften uns aussuchen, was wir besichtigen wollten. Wir hatten im Vorfeld gelesen, dass es im Norden eine sehenswerte Rum-Destillerie geben sollte und so machten wir uns auf den Weg:
St. Nicholas Abbey mit der Mount Gay Rum Destillerie
Die Fahrzeit bis in den äußersten Norden von Barbados betrug rund 45 Minuten. Wir fuhren erst durch die Orte an der Küste und dann weiter durch das Landesinnere.
![]()
St. Nicholas Abbes ist ein ehemaliges Herrenhaus im jakobinischen Stil. Das Besondere daran ist, dass der Stil nur kurz in der Übergangszeit zwischen dem Tudorstil und dem georgianischen Stil angewendet wurde. Daher gibt es auf dem ganzen amerikanischen Kontinent nur drei Gebäude in diesem Stil.
![]()
Hinter dem ehemaligen Herrenhaus befindet sich dazugehörige Rumfabrik und die Zuckerrohrplantagen. Der Mount Gay Rum ist der älteste Rum aus den Anfängen des 18. Jahrhunderts, der auf Barbados gebraut wird. Einige Sorten sind sogar international prämiert.
![]()
![]()
Man sieht noch den alten Zuckerturm und kann auch die einzelnen Produktionshallen besichtigen, vor allen Dingen lagern hier unzählige riesige Fässer.
![]()
Nach einem kleinen Rundgang haben wir es uns dann im Café des Komplexes gemütlich gemacht. Man durfte den Rum probieren, wir haben hier etwas getrunken und uns unter anderem ein Stück Rum-Kuchen bestellt: dies war ein Schokoladenkuchen mit Früchten und dann getränkt mit Rum. Dadurch wurde der Kuchen richtig weich und fluffig, wir fanden es super lecker.
Insgesamt fanden wir die Location recht nett, aber es war auch kein außergewöhnliches Highlight. So sind wir dann wieder mit unserem Fahrer in Richtung Bridgetown gefahren. Am Ortseingang sind wir dann noch am Cricket-Stadion vorbeigekommen.
![]()
Da wir Vormittags noch nichts von der Shopping- und Marktstraße gesehen haben, hat uns der Fahrer dort rausgelassen und wir wollten uns hier noch umsehen bevor wir zum Schiff zurückgegangen sind.
![]()
![]()
Die Straße besteht natürlich aus dem charakteristischen Gewusel eines karibischen Shopping-Marktes. Hier wird wie immer versucht, alles an den Mann zu bringen. Aber wir lieben ja solch ein Treiben und so fanden wir die Straße auch quasi das Schönste vom ganzen Tag.
![]()
Da wir hier eine Liegezeit bis 22 Uhr hatten, war unser ursprünglicher Plan, hier abends noch mal an Land zu gehen und dort gemütlich in einem Restaurant zu essen. Allerdings bot dies die Stadt so gar nicht an, so dass wir auf dem Schiff geblieben sind, dort gegessen haben und den Abend bei einem schönen Sonnenuntergang haben ausklingen lassen.
![]()
Unser ganz persönliches Fazit zu Barbados ist leider, dass sich diese Insel nicht wirklich gelohnt hat. Wahrscheinlich wird sie mehr oder weniger nur angelaufen, da hier die entsprechende Infrastruktur eines Wechselhafens geboten wird.
So freuen wir uns dann doch sehr auf morgen, mit St. Vincent erwartet uns ja wieder eine kleinere und ursprünglichere Insel.
AFFILIATE
In diesem Blog-Beitrag verwenden wir so genannte Affiliate-Links. Diese Werbelinks leiten Dich zu Produkten, die wir aus unserer Sicht uneingeschränkt weiterempfehlen können. Solltest Du über diesen Link etwas buchen oder kaufen, erhalten wir als Dankeschön eine kleine Provision. So können wir alle Inhalte, Bilder, etc. für jeden kostenfrei hier anbieten.
Dir entstehen selbstverständlich keine weiteren Kosten!