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  >  Amerika   >  Grenada   >  06.01.-07.01.2026 2.Seetag und Grenada

In den letzten drei Tagen waren wir ja auf den ABC-Inseln an der Küste Südamerikas gelegen unterwegs. Mit Curacao haben wir dann das Archipel der ehemals Niederländischen Antillen verlassen und haben uns auf den Weg in die östliche Karibik in Richtung Grenada gemacht.

 

Da es dadurch eine etwas größere Fahrstrecke zu bewältigen galt, stand für uns der zweite Seetag dieser Reise auf dem Programm. Nach den ersten faszinierenden Eindrücken kam dies aber sehr gelegen, um das Gesehene zu verarbeiten und sich ein wenig auszuruhen.

 

 

So haben wir auch bei schönstem Sonnenschein und karibischen Temperaturen den Tag auf den Sonnendecks der AIDAperla verbracht, uns gesonnt, den ein oder anderen Cocktail genossen und viel Zeit im Jacuzzi verbracht.

 

 

So erreichten wir ausgeruht am Mittwochmorgen unser nächstes Ziel:

 

Grenada

 

 

Grenada gehört noch zu den Kleinen Antillen und liegt am südlichen Ende der Inselkette der Kleinen Antillen, rund 200 Kilometer nördlich vom südamerikanischen Kontinent und 100 Kilometer südwestlich von St. Vincent.

 

Die Hauptstadt des Inselstaates Grenada ist St. George´s. 1974 wurde Grenada rechtlich von Groß-Britannien unabhängig, gehört aber bis heute zum Commonwealth und damit zur Britischen Krone. Grenada ist vulkanischen Ursprungs und daher dicht bewaldet, die höchste Erhebung ist immerhin 840 Meter hoch.

 

Da Grenada am südlichen Ende des sogenannten Hurrikangürtels liegt, wurde es in den letzten 50 Jahren „nur“ dreimal von einem Hurrikan heimgesucht, davon allerdings zweimal bereits in diesem Jahrtausend seit 2004.

 

Für den Vormittag hatten wir uns einen besonderen Ausflug über AIDA gebucht: mit den AIDA-Bikern sollte es durch St. George´s, entlang der Küste und zu schönen Sandstränden gehen. Bereits am Vorabend hatten wir uns bei der Biking-Crew unsere Helme, Trinkflaschen und wer benötigte einen Rucksack abgeholt. So traf sich am frühen Morgen unsere 15köpfige Radtruppe direkt auf der Pier, wo bereits die E-Bikes entsprechend den Körpergrößen fertig eingestellt und aufgeladen standen.

 

 

Nach einer kurzen Einweisung in die Technik der E-Bikes (welche wir ja bereits aus dem Vorjahr kannten) ging es dann auch direkt los.

 

Nicht unterschätzen sollte man das Radfahren hier: Neben dem tropischen Klima sollte einem bewusst sein, dass hier Links-Verkehr herrscht, die Straßenzustände eher schlecht mit vielen Schlaglöchern sind, der Verkehr dicht und chaotisch ist, überall gehupt und eng überholt wird, die Strecken bergauf und -ab gehen, es sehr kurvenreich ist, etc. Organisiert ist die Route aber immer sehr gut, ein AIDA-Guide fährt vorweg und ein zweiter Guide oder ein Mitfahrer der Gruppe bilden das Schlusslicht, so dass die Gruppe immer komplett bleibt.

 

Trotzdem ist es immer ein besonderes Erlebnis, taucht man doch so vollständig in die lokale Welt ein. Für uns ging es erst durch die zum Teil sehr steilen Straßen von St. George´s bevor es entlang der Küstenstraße in Richtung Strand ging.

 

Vorher haben wir aber noch an einem Aussichtspunkt Quarantine Point angehalten:

 

Dieser hat seinen Namen daher, dass hier in den Zeiten der Kolonialisierung jedes Schiff erst hierherkam und alle Mitfahrer in Quarantäne mussten bevor sie in das Land durften. Dies war besonders wichtig, schleppten die Schiffe nach teils monatelanger Fahrt und schlechten hygienischen Bedingungen doch viele Krankheiten mit ein.

 

Neben der Historie hat man von hier aus aber einen schönen Blick über die Küstenlinie bis hin zur Hauptstadt, wo man sehr gut unser Schiff liegen sieht.

 

 

Danach waren es nur noch wenige Minuten bis zu unserem eigentlichen Ziel am Strand:

 

Morne Rouge Beach

 

Der wohl bekannteste und größte Strand ist der drei Kilometer lange Grand Anse Beach auf Grenada. Dementsprechend ist dieser aber auch immer sehr gut besucht und voll. Genau wie im letzten Jahr auf Antigua, suchen die AIDA-Biking-Touren deswegen lieber ruhigere Strände aus, die deswegen nicht minderschön sind.

 

 

Nur eine Bucht weiter als der Grand Anse Beach liegt die beschauliche Bucht Morne Rouge. Hier geht es deutlich ruhiger zu. Die Zufahrt ist über eine kleine Straße möglich und es gibt auch zwei kleine Strandbars, wo man sehr gemütlich einen Cocktail zu sich nehmen oder eine Kleinigkeit essen kann.

 

 

Der Strand ist sehr feinsandig und durch die kleine, tiefer gelegene Bucht ist das Wasser sehr klar und ruhig. Dies lädt wunderbar zum Baden und zum Schwimmen ein.

 

Wir fanden es hier wirklich schön, durch die Ruhe ist es hier viel entspannter und chilliger als an überfüllten Stränden.

 

Nach einer 1,5stündigen Pause ging es dann wieder zurück in Richtung Schiff. Kurz vor St. George´s haben wir dann noch mal einen kleinen Fotostopp gemacht, von wo aus man nochmal einen schönen Blick über die Küste bis hin zu unserer AIDAperla hat.

 

 

Zurück am Schiff ging es dann für uns schnell auf die Kabine zum duschen und umziehen. Nach einer kleinen Stärkung im Bordrestaurant sind wir dann wieder an Land, wollten wir uns ja nachmittags noch die Hauptstadt Grenadas ein wenig ansehen.

 

St. George´s

St. George´s liegt in einer hufeisenförmigen Bucht eingebettet in sanfte und grüne Berghänge. Historisch war die Stadt zuerst französisch bevor sie britisch wurde. Die vielen Kolonialbauten weisen daher sowohl französische als auch britische Züge auf. Eigentlich ist St. George´s mit nur rund 3.000 Einwohnern eine eher kleine Hauptstadt, dafür hat sie aber ein sehr quirliges und lebendiges Stadtleben.

 

Nur einige hundert Meter vom Schiffsanleger entfernt liegt der Central Market der Stadt. Hier bieten die Händler vor allen Dingen Obst, Gemüse, Fleisch und Kleidung an. Märkte in dieser Region sind immer ein Erlebnis: es herrscht ein reges Gewusel zwischen den einzelnen Ständen, überdacht von bunten, krumm und schief stehenden Sonnenschirmen und Markisen.

 

 

Von hier aus sind war dann recht steil bergauf gelaufen, immer in Richtung der Cathedral of the Immaculate Conception. Auf dem Weg konnten wir in den Straßen links und rechts immer wieder Einblicke in das typische Inselleben bekommen.

 

 

Die Kathedrale wurde bei dem großen Hurrikan 2004 nahezu vollständig zerstört, aber bereits gut restauriert und wieder aufgebaut. So ging es übrigens nahezu der ganzen Stadt – viele Häuser wurde zerstört oder zumindest die Dächer wurden abgedeckt.

 

 

Rund um das hufeisenförmige Hafenbecken läuft man entlang der Wharf Road. Hier sieht man die vielen Schiffe liegen, meist bunte Fischerboote.

 

 

 

Entlang der Wharf Road sind wir auf der Promenade wieder in Richtung Zentrum gelaufen, denn hier erwartete uns noch ein Highlight des Nachmittags:

 

House of Chocolate

 

Bei dem House of Chocolate handelt es sich um ein kleines Museum rund um das Thema Schokolade. Es ist quasi ein Mini-Museum über die Geschichte der Schokolade.

 

Wenn man möchte, wird in einem kleinen Vortrag alles über die Historie und die Verarbeitung von Schokolade bzw. den Kakaobohnen erklärt. Man kann auch kleine Bruchstücke Schokolade mit den unterschiedlichsten Zuckergehalten probieren.

 

 

Zum Abschluss haben wir uns natürlich noch handgemachte Schokolade zum Trinken bestellt. Was sollen wir sagen? Gefühlt war es pure, geschmolzene Schokolade, aber einfach saulecker. Wenn man einmal auf Grenada ist, sollte man dem House of Chocolate einen Besuch abstatten.

 

 

Um wieder zu unserem Schiff zu kommen, muss man einmal auf die andere Bergseite. Neben den steilen Straßen des Hinwegs kann man aber auch durch den Sendall Tunnel laufen. Dies rund 100 Meter lange Tunnel verbindet den modernen Hafen mit dem historischen Hafen und der Altstadt. Er liegt unterhalb des Fort George und wird gleichermaßen von Fußgängern, Rad- und Autofahrern genutzt (für diese ist es aber eine Einbahnstraße), obwohl der Tunnel nur knapp zwei Meter breit ist.

 

 

Für den Abend hatten wir uns dann ein besonderes Highlight auf dem Schiff gegönnt und einen Tisch im Steak House reserviert. Natürlich kostet dieses Restaurant einen Aufpreis, aber es lohnt sich allemal. Man kann zwischen diversen Steak Gerichten wählen, die dann frisch zubereitet und am Tisch serviert werden.

 

 

Hier essen zu gehen ist immer ein Vergnügen, bekommt man doch erstklassige Küche in einem ruhigen, exklusiven Ambiente. Bei dem tollen Wetter hatten wir sogar einen Tisch auf der Außenterrasse und konnten während dem Auslaufen und Abendessen noch den wunderbaren, roten Sonnenuntergang genießen.

 

 

Uns hat Grenada auf jeden Fall sehr gut gefallen, eine Insel mit einem ganz eigenen Charme und Charakter, die karibisches Flair und Strände miteinander verbinden. Über Nacht geht es weiter zu unserem nächsten Ziel, wo wir bereits am nächsten morgen früh um 7 Uhr ankommen sollen.

 

 



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