05.01.2026 Curacao Tag 2 (Willemstad)
Der Overnight hier auf Curacao hatte einfach den Vorteil, dass wir uns einen Tag die Insel angucken konnten und den zweiten Tag Zeit hatten für die Hauptstadt Willemstad (hier benötigt man auf jeden Fall einen Tag, um diese schöne Stadt zu besichtigen).
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Willemstad ist seinen rund 125.000 Einwohnern die größte Stadt der Insel und auch der gesamten Kleinen Antillen. Willemstad liegt an der Südwestküste Curacaos und hat einen schon in der Vergangenheit strategisch liegenden Naturhafen, der durch den „Fluss“ Sint Annabaai abgeschirmt ist. Um den Hafen zu erreichen, muss man also den im Stadtzentrum liegenden Fluss passieren, das war natürlich in der Vergangenheit ein verteidigungstechnischer Vorteil.
Auf den beiden Flussseiten liegen dann die beiden Ortsteile Punda und Otrabanda, die durch eine Brücke miteinander verbunden sind:
Königin-Emma-Brücke
Bei der Königin-Emma-Brücke handelt es sich um die älteste schwimmende Pontonbrücke der Welt aus dem Jahre 1888. Über die schwimmende Holzbrücke können sowohl Fußgänger als auch Radfahrer sehr bequem zwischen den beiden Stadtteilen pendeln. Von hier aus hat man auch einen sehr schönen Blick auf die bunten Häuser der Handelskade.
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Das Besondere an der Brücke ist noch, dass man sie von der Otrabanda-Seite aus zur Seite klappen kann, um die Schiffe durch die Sint Annabaai zum Hafen durchzulassen. Diese Konstruktion ist einzigartig in der Welt und dadurch spürt man während dem Überqueren der Brücke immer die sich bewegenden Holzplanken. Dies hat der Brücke den Beinamen „Swinging Old Lady“ beschert.
Handelskade Punda
Wenn man über die Königin-Emma-Brücke kommt, liegt linker Hand direkt die Handelskade von Punda. Die Handelskade ist das Wahrzeichen von Willemstad und besteht aus zahlreichen Häusern in bunter Kolonialarchitektur im holländischen Stil.
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Die bunte Farbgebung führt auf einen Erlass aus dem Jahr 1817 zurück. Die Farben sollten weniger augenschädlich sein als die ursprüngliche weiße Farbe der Häuserfronten.
Die Häuser sind auf jeden Fall sehr schön restauriert und absolut sehenswert, das perfekte Fotomotiv.
Nachdem wir die Brücke überquert und an der Handelskade vorbeigelaufen sind, war unser erstes eigentliches Ziel des Tages ein Seitenarm der Sint Annabaai:
Waaigat
In diesem kleinen Hafenbecken fühlt man sich dann quasi fast wie zu Hause, wenn wir unsere Touren in Richtung Niederlande machen: das kleine Hafenbecken ist mit Klappbrücken ausgestattet, die original wie die Brücken über die niederländischen Grachten gebaut sind. Das mutet schon sehr fremd an.
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Das eigentliche Highlight ist aber hier der morgendliche Markt am Ufer des Hafenbeckens: hier kommen täglich die Fischer, Bauern und Händler aus dem nahegelegenen Venezuela mit ihren Booten an, um frische Ware anzubieten und zu verkaufen.
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Wir finden das Treiben und Gewusel an den bunten Marktständen immer sehr spannend, hier gibt es viel zu beobachten. Wir haben uns hier auch eine ganz frische Ananas gekaut, die direkt für uns aufgeschnitten wurde – geschmacklich einfach unvergleichlich zu dem, wie die importierte Ananas bei uns schmeckt.
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Interessant ist auch mal hinter die Stände zu gucken und sich die Boote näher anzusehen mit denen die Händler aus Venezuela über das offene Meer rüberkommen.
Auf dem Markt kaufen auch die ganzen Einheimischen aus Curacao ein, aber es verirren sich auch einige Touristen hierhin, um sich das Treiben anzusehen.
Punda
Von hier aus sind wir dann in die eigentliche Altstadt von Punda gegangen. Diese befindet sich hinter den Häusern der Handelskade und zieht sich über einige Häuserblocks. Auch hier sind alle Häuser bunt und farbenfroh angestrichen, was dem Viertel ein lebendiges Aussehen verleiht.
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Die Altstadt ist komplett touristisch geprägt, hier findet man zahlreiche Geschäfte, Souvenirshops, Cafés, Bars und Restaurants. Alles ist sehr schön restauriert und verleiht dem Viertel einen sehr gemütlichen und besonderen Charme.
Außerdem findet man hier zahlreiche Graffitis, die künstlerisch aber extrem schön gemacht sind. Wenn Graffitis ordentlich gesprayt werden, sind diese ein wahrer Hingucker und verschönern das Stadtbild sehr.
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Wir haben uns einfach durch die Altstadt treiben lassen, haben etwas gekauft und sind natürlich auch eingekehrt. Draußen sitzend kann man dabei wunderbar das lebhafte Gewusel beobachten.
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Irgendwann sind wir dann aber wieder über die Königin-Emma-Brücke zurück auf die andere Flussseite, wollten wir uns doch auch noch das Stadtviertel Otrabanda ansehen.
Otrabanda
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Otrabanda ist das zweite historische Viertel von Willemstad. Wo Punda als das holländische Viertel bezeichnet wird, ist Otrabanda eher spanisch geprägt und wurde Anfang des 17.Jahrhunderts von den Spaniern gegründet. Otrabanda bedeutet „die andere Seite“ was sich darauf bezieht, dass es auf der anderen Seite der Flussmündung Sint Annabaais liegt.
Im 19.Jahrhundert wurde in Otrabanda direkt an der Flussmündung das Rif Fort gebaut. Es diente mit seinen 1,5 Meter dicken Mauern und 56 Kanonen der Verteidigung Curacaos gegen Piraten und andere Feinde. Heutzutage ist es touristisch umgebaut zu einer Shopping Mall mit vielen Cafés und Restaurants. Hier kommt man vorbei, wenn man vom Cruise Terminal in die Stadt läuft. Viele Touristen bleiben hier hängen, obwohl die Preise hier absolut überzogen und viel zu teuer sind.
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Heutzutage ist Otrabanda das Künstlerviertel von Willemstad. Die historischen Gebäude sind aufwendig restauriert und farbenfroh gestrichen. Nicht umsonst gehören große Teile der Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Insbesondere in den ruhigeren Nebenstraßen kann man noch das authentische Leben und die Häuser der Einheimischen beobachten. Wir finden dies immer viel spannender und authentischer als „nur“ die reinen Touristen-Attraktionen zu besichtigen.
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Das Besondere an diesem Stadtviertel sind aber definitiv wieder die Wandmalereien/Graffitis. Diese sind hier mit sehr viele Detailverliebtheit und Hingabe gemacht. Oft stellen sie Situationen aus dem Leben der Einheimischen dar.
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Man wundert sich dann, wie schnell doch so ein Tag in einer eigentlich relativ kleinen Stadt verfliegt, wenn man sich einfach durch die charmanten Straßen und Gassen der Stadt treiben lässt. Curacao und Willemstad gehören jetzt schon definitiv zu den Highlights der Karibik-Reise. Um 18 Uhr hieß es dann aber doch wieder „Leinen los“ und wir machten uns auf den Weg in Richtung unseres nächsten Reiseziels.
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